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Spezialschuhe für Diabetiker

NEU-ISENBURG (hbr). Patienten mit diabetischem Fuß brauchen Spezialschuhe. Denn jedes zweite Fußulkus bei Diabetikern entsteht durch schlecht sitzendes Schuhwerk.

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Orthopädische Maßschuhe sind nach Minor-Amputationen erforderlich, ebenso bei ausgeprägten Fehlstellungen wie bei Hallux valgus, Charcotfuß oder Krallenzehen. Das gilt teilweise auch dann, wenn kein Ulkus vorliegt; zum Beispiel beim Charcotfuß, sagt Professor Wolfgang Kerner vom Klinikum Karlsburg.

Die gelieferte Maßarbeit müssen Ärzte überprüfen, auch von innen: Sitzen die Schuhe richtig? Patienten mit Empfindungsstörungen können das nicht sagen, denn sie empfinden alle Schuhe als passend. Gibt es feuchte Stellen im Leder, die auf blutende Wunden hinweisen?

Ausgebeulte Stellen zeigen, daß der Schuhmacher nachbessern muß. Zudem müssen die Schuhe regelmäßig auf Verschleiß geprüft werden, besonders die Fußbettung. Deren Ersatz kann mehrmals im Jahr nötig werden.

Bei leichteren Fehlstellungen und ohne früheres Ulkus in der Anamnese genügen oft konfektionierte Diabetes-Spezialschuhe aus dem Sanitätshaus. Sie haben keine Innennähte. Spezielle weiche Einlagen senken die Druckbelastung; sie können bei Bedarf durch ein maßgeformtes Fußbett ersetzt werden.

Lesen Sie dazu auch: Einmal im Quartal Fußcheck bei Diabetikern! Bei einem HbA1c über sieben Prozent ist eine intensivere Therapie nötig Schulungen zu Diabetiker-Füßen und zur Analgesie Zeitschrift für die angewandte Diabetologie

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