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Spezifische Immuntherapie jetzt auch bei Dauer-Asthma empfohlen

NEU-ISENBURG (ikr). Für mehr Patienten mit allergischem Asthma ist jetzt eine kausale Therapie möglich: Die spezifische Immuntherapie (SIT) wird außer bei intermittierender nun auch bei geringgradig persistierender Erkrankung explizit empfohlen. Das betrifft etwa zwei Drittel der Asthmatiker. Bei Patienten mit persistierendem Asthma war die SIT bisher kontraindiziert.

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Ein persistierendes Asthma galt bislang als Kontraindikation für eine Hyposensibilisierung, etwa bei einer Pollenallergie, weil ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Wirkungen wie Asthmaanfälle befürchtet wurde. Eine Meta-Analyse von 75 Studien hat jetzt aber ergeben, daß diese Befürchtungen unbegründet sind.

Im Gegenteil: "Medikamentös recht gut eingestellte Patienten mit intermittierendem oder geringgradig persistierendem allergischem Asthma profitieren von einer Hyposensibilisierung deutlich", sagte Privatdozent Jörg Kleine-Tebbe der "Ärzte Zeitung".

Bei Patienten mit subkutaner Immuntherapie (SCIT) seien Asthma-Symptome und Medikamenten-Bedarf um etwa ein Drittel geringer gewesen als ohne SCIT. Der Berliner Allergologe ist Koordinator der neuen Leitlinie zur spezifischen Immuntherapie der deutschen allergologischen Fachverbände (Allergo J 15, 2006, 56).

Ein guter Effekt der Hyposensibilisierung sei aber nur dann zu erwarten, wenn die Indikation sehr streng gestellt wird: Es muß ein intermittierendes oder geringgradig persistierendes Asthma vorliegen, das heißt Asthma-Symptome dürfen zwar mehrmals pro Woche auftreten, sollten aber nicht täglich vorhanden sein. Es muß außerdem sicher sein, daß es sich um ein allergisches Asthma handelt. Und: Die Einsekundenkapazität (FEV1) darf nicht unter 70 Prozent liegen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Hyposensibilisierung ist bei alten und herzkranken Patienten mit Allergien nicht mehr generell tabu

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