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Start in ein gesundes Leben lohnt auch nach Schlaganfall

TORONTO (hem). Offenbar ist es auch nach einem Schlaganfall nicht zu spät, mit einem gesunden Lebensstil zu beginnen: Wer nach dem Insult viel Obst und Gemüse isst, nicht raucht, moderat Alkohol trinkt und sich möglichst viel bewegt, kann die Gefahr, in den folgenden Jahren zu sterben, um etwa 90 Prozent senken.

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CT zur Darstellung der Durchblutung nach Schlaganfall im linksseitigen Gehirn (im Bild rechts, blaue Areale). © Allgemeinkrankenhaus Altona

CT zur Darstellung der Durchblutung nach Schlaganfall im linksseitigen Gehirn (im Bild rechts, blaue Areale). © Allgemeinkrankenhaus Altona

© Allgemeinkrankenhaus Altona

Dies legen Daten einer repräsentativen US-Querschnittsuntersuchung nahe. Vorgestellt wurden sie jetzt von einer Arbeitsgruppe um Dr. Amytis Towfighi aus Los Angeles auf der Tagung der US-Neurologengesellschaft AAN in Toronto. Unter den knapp 15300 untersuchten Personen waren auch 406 Menschen mit Schlaganfall in der Vorgeschichte. Insgesamt wurden Daten über einen Zeitraum von zwölf Jahren erhoben. Dabei wurde geschaut, ob die Teilnehmer viel Obst und Gemüse konsumierten (mindestens fünf Portionen pro Tag), regelmäßig körperlich aktiv waren (mindestens zwölfmal pro Monat), nicht adipös waren, moderat Alkohol konsumierten (entsprechend ein bis zwei Gläschen Wein pro Tag) und nicht rauchten.

Am stärksten war der Nutzen für die Patienten bei einer Kombination verschiedener gesunder Lebensstilfaktoren: Von den Schlaganfallpatienten, die alle genannten Kriterien erfüllten, starben in den zwölf Jahren 90 Prozent weniger als von solchen, bei denen kein einziger Faktor zutraf. Bei vier von fünf Faktoren war die Sterberate immerhin noch um über 80 Prozent geringer, und bei drei von fünf Faktoren noch über 60 Prozent.

Für die einzelnen Lebensstilfaktoren ergaben sich nach Berichtigung von statistischen Störfaktoren eine signifikante Reduktion der Gesamtsterberate um 43 Prozent durch Rauchverzicht und um 34 Prozent durch regelmäßige Bewegung. Die kardiovaskuläre Mortalität war bei regelmäßigem Obst- und Gemüseverzehr sogar um 70 Prozent reduziert - und zwar auch schon in der Gruppe, die täglich nur ein bis vier Portionen Obst und Gemüse aßen.

Ähnliche Ergebnisse hatten bereits schon andere Studien für die Primärprävention von Schlaganfällen und Herzinfarkten ergeben: Auch hier ließ sich die Gefahr, vorzeitig zu sterben, durch einen gesunden Lebensstil um 80 bis 90 Prozent senken.

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