Stickstoffmonoxid schützt Gehirn bei Schlaganfall

MÜNCHEN (eb). Eine neue Therapie könnte bei Schlaganfall die Durchblutung des Gehirns verbessern.

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Bei einer Apoplexie kommt es - meist wegen eines Blutgerinnsels - zu einer Minderdurchblutung des Gehirns, wodurch Nervenzellen absterben. Für rund 90 Prozent der Patienten gibt es keine kausale Therapie, um die schweren Folgeschäden zu vermeiden.

Das Einatmen von Stickstoffmonoxid (NO), einer an sich giftigen Verbindung, steigert die Durchblutung des Gehirns nach einem Schlaganfall, haben Forscher aus München nachgewiesen (Circulation Research 2012 (110): 727-738). Im Tierversuch war die Hirnfunktion deutlich weniger beeinträchtigt als ohne NO-Gabe.

Nun machen die Forscher mit Kollegen der Harvard Medical School erste Tests, ob das NO beim Menschen ähnlich effektiv ist, und werden dann eventuell eine internationale klinische Studie starten, so eine Mitteilung der Uni München.

Bei nachgewiesener Wirkung ließe sich die neue Therapie schnell umsetzen: NO wird bereits bei Lungenleiden klinisch eingesetzt und könnte bei Bedarf sogar schon im Notarztwagen problemlos verabreicht werden.

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