Grippeschutz

Stiftung Patientenschutz will GBA Beine machen

Bis die Kassen gemäß STIKO-Empfehlung regelmäßig viervalenten Grippeimpfstoff zahlen müssen, dauert es noch. Die Stiftung Patientenschutz will nicht warten und fordert, die Verfahrensdauer beim GBA abzukürzen.

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Gut geimpft? Der Dreifachimpfstoff schützt in diesem Jahr laut Experten nur bedingt.

Gut geimpft? Der Dreifachimpfstoff schützt in diesem Jahr laut Experten nur bedingt.

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BERLIN. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz wünscht sich einen besseren Grippe-Impfschutz – sofort! "Deshalb muss der Gesetzgeber für solche Gefährdungssituationen ein Eilverfahren einführen", fordert Stiftungsvorstand Eugen Brysch.

Hintergrund: Im November hatte die Ständige Impfkommission (STIKO) die regelhafte Vierfach-Grippeimpfung empfohlen. Der bis dato gängige Dreifachimpfstoff hilft gerade in der aktuellen Saison laut Experten nur bedingt, da bestimmte Influenza-B-Viren, die aktuell rund die Hälfte der nachgewiesenen Infektionen verursacht haben sollen, nur von der Vierfachversion abgedeckt werden.

Der über die Aufnahme neuer Leistungen in den GKV-Katalog befindende Gemeinsame Bundesausschuss hatte im Januar mitgeteilt, nach der STIKO-Empfehlung zügig über eine Beschlussfassung zum Vierfachstoff beraten zu wollen. "Hierfür besteht eine gesetzliche Frist von maximal drei Monaten", so GBA-Chef Josef Hecken.

Brysch will nicht warten

Solange will Brysch offenbar nicht warten. Dass der GBA eine Entscheidung erst im April treffen wolle, sei viel zu spät für die diesjährige Grippesaison, begründet der Patientenschützer seine Forderung nach einer Abkürzung der üblichen GBA-Verfahrenswege.

Zuletzt hatte die Grippewelle in Deutschland einen neuen Höhepunkt erreicht. In der dritten Februarwoche registrierte das RKI 24.000 Grippefälle. Mindestens 136 Menschen starben nachweislich nach einer Infektion, vorwiegend alte Menschen mit Vorerkrankungen.

Allerdings betonen die KVen wiederholt, dass Ärzte, die solchen Risikopatienten Vierfachimpfstoff verordnen, deswegen bei guter Dokumentation keinen Konflikt mit dem Wirtschaftlichkeitsgebot riskieren. (dpa/cw)

Lesen Sie dazu auch: Robert Koch-Institut: Grippewelle auf neuem Rekordniveau

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Kommentare
Dr. Martin Junker 04.03.201812:45 Uhr

KK und Politik haftbar für "vorsätzliche Körperverletzung"

Bereits im vorigen Jahr wußten wir, dass der 2. B-Stamm hauptverantwortlich für die vorjährige Grippewelle war. Als die Politik die Rabattverträge für Impfungen verbot, haben die NRW-Krankenkassen argumentiert, dass sie 14 Tage vor Inkrafttreten die Rabatt-Verträge unterschrieben hätten und daran festhalten wollten - In Kenntnis der schlechteren Wirkung. Dabei ist die Rabatt-3-fach-Imfung 5 € teuerer als der 4fach-Impfstoff! Die Politik hat zugesehen, dass auf dem Rücken der Mitglieder bei 6- 10.000 Grippetoten falsch gespart wurde, und das bei 19 Mrd. Überschuß, über 2 Mrd. im vergangenen Jahr. - Wer schaßt solche KK-Fürsten, die wissentlich Leben und schwere Erkrankungen ihrer Mitglieder gefährdet haben (im Nachbar-Krhs. kämpfen 2 beatmungspflichtige, junge Virusgrippe-Kranken!) ??! Wo bleiben die verpflichtenden 560 Mio € für Prävention?? - Stattdessen werden Ärzte/innen mit Regreß bedroht, wenn sie die -wirksamere- 4-fach-Impfung spritzen! - Eine Schande und Wut-Bürger schaffende Fehlleistung unseres fehlgeleiteten Gesundheitssystems!

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