Suppressor-Gen zeigt Rezidivrisiko bei Brustkrebs an

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AACHEN (dpa). Ein neu entdecktes krebsrelevantes Gen kann möglicherweise vielen Frauen die Chemotherapie ersparen. Das Tumorsuppressor-Gen ist nach Erkenntnissen Aachener Wissenschaftler wichtig für die Vorhersage der Heilungschancen von Patientinnen mit Brusttumoren ohne Befall der Lymphknoten in den Achselhöhlen. Vielen Frauen dieser Gruppe könne nach jetziger Einschätzung die Übertherapie durch eine genetische Analyse erspart werden, sagte der Aachener Wissenschaftler Professor Edgar Dahl.

Im genetischen Profil des Tumors stecke genügend Information über dessen Aggressivität und damit über das individuelle Rückfall-Risiko, stellte Dahl fest. Das neu entdeckte Gen "ITIH5" habe die Aufgabe, das Tumorwachstum zu unterdrücken. Im Verlauf der Tumorerkrankung könne die Funktion allerdings nach und nach ausgeschaltet werden. Patientinnen mit dem funktionstüchtigen Gen hätten ein geringes Rückfall-Risiko und eine "sehr gute" Prognose. "Wir können die Veränderungen messen", sagte der Leiter der Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie an der RWTH Aachen.

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