Täglich ein Glas Wein - das verspricht vier Lebensjahre mehr

ORLANDO (mut). Wer täglich etwas Wein trinkt, darf sich möglicherweise über vier zusätzliche Lebensjahre freuen. Einen Freibrief für hemmungslosen Alkoholkonsum liefern die Daten einer neuen Langzeitstudie jedoch nicht: Am längsten lebt, wer sich mit ein paar Schluck begnügt.

Veröffentlicht:

Ein Gläschen Wein ist gut fürs Herz - das wird immer wieder behauptet. Niederländische Forscher setzten jetzt noch einen drauf: Wer regelmäßig Wein trinke, lebe auch länger als Abstinenzler, und zwar um bis zu vier Jahre.

Die Forscher haben auf einem US-Kardiologen-Kongress Daten von knapp 1400 Männern vorgestellt. Alle waren zu Studienbeginn bereits zwischen 40 und 60 Jahre alt. Sie wurden 40 Jahre lang oder bis zu ihrem Tod in regelmäßigen Abständen zu ihrem Trinkgewohnheiten befragt. Zum Studienende waren bereits über 80 Prozent gestorben.

Die Ergebnisse: Wer zeitlebens moderat Alkohol getrunken hatte, täglich nicht mehr als 20 Gramm - also ein Viertel Wein oder eine Flasche Bier - der lebte im Schnitt 1,6 Jahre länger als Abstinenzler. Männer, die vor allem Wein tranken, lebten sogar 3,8 Jahre länger als Abstinenzler und zwei Jahre länger als Teilnehmer mit einer Präferenz für andere Alkoholika.

Offenbar lag dies zum großen Teil an der geringen Zahl von Herzinfarkten: Die Rate für tödliche kardiovaskuläre Ereignisse war bei moderatem Alkoholkonsum um 36 Prozent reduziert, bei Männern, die im Schnitt alle zwei Tage nur ein Achtel Wein tranken, sogar um 48 Prozent.

Dass dies eine direkte Folge des Weinkonsums war, ließ sich mit der Studie aber nicht klar belegen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Nur ein Schlückchen Wein darf es sein

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Karzinome in Mund und Lunge

Nikotinhaltige E-Zigaretten möglicherweise krebserregend

Klimabewusste Inhalationstherapie

COPD: LAMA-LABA-Inhalatoren im Vergleich

Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Krebsprävention

HPV und seine Folgen: Mit diesen Antworten beruhigen Sie Patienten

Neue Empfehlung

Zwei Biomarker werden bei Asthma zum Standard

Tipps zur Übergabe

Verkauf geplant? So steigern Sie den Wert Ihrer Praxis

Lesetipps
Eine Ärztin zeigt einer Patientin eine Kanüle.

© Angelov / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

Vierte Säule

Diese Impfungen sind wichtig für die kardiovaskuläre Prävention