Homöopathie

Viele Sportmediziner setzen auf Homöopathie

MÜNCHEN (wst). Bei Verletzungen und Überlastungssyndromen wird im Leistungssport zunehmend auf homöopathische Komplexmittel gesetzt. Die Mittel sind unter Doping-Aspekten völlig unproblematisch. Und was sich bei Leistungssportlern bewährt, ist auch für verletzte Freizeitsportler nützlich.

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Sportmediziner haben Ende März Konsensus-Empfehlungen erarbeitet, die in der täglichen Praxis umsetzbar sind. Teile dieser aktuell veröffentlichten Empfehlungen hat Dr. Richard Schader, naturheilkundlich geschulter Allgemeinarzt aus Prien am Chiemsee, vorgestellt.

Bei Sportverletzungen wie Zerrungen, Prellungen und Verstauchungen oder auch Überlastungsreaktionen sind im akuten Stadium außer Kühlung, Detonisierung und Lymphdrainage auch abschwellende Externa angezeigt. Gute Erfahrungen machen die Sportmediziner dabei mit pflanzlichen Präparaten wie Retterspitz® Äußerlich oder mit der Salbenzubereitung des Komplexmittels Trau-meel® S. Dieses Präparat bezeichnete Schader, Mannschaftsarzt der deutschen Freestyle- und Skicross-Nationalmannschaft, auf einer Veranstaltung von Heel als Standard-Antiphlogistikum der Homöopathie.

Zusätzlich sollte für die Akutphase in halbstündigen Abständen eine Tablette Traumeel® S empfohlen werden. Begleitend setzen die Ärzte der Profisportler auf Enzympräparate wie standardisierte Zubereitungen des Ananasenzyms Bromelain dreimal täglich. Je nach Bedarf runden NSAR die orale Akuttherapie ab.

Bei schwereren Läsionen können mit zusätzlichen lokalen subkutanen und/oder intramuskulären Infiltrationen die Linderung der Beschwerden und die Regeneration beschleunigt werden. Nach Expertenkonsens sollte dabei ein Lokalanästhetikum wie Procain 1 bis 2 Prozent in der Akutphase mit täglich ein bis zwei Ampullen Traumeel®, einer Ampulle Lymphomyosot® und 5 ml des durchblutungs- und wundheilungsfördernden Kälberblut-Hämodialysats Actovegin® kombiniert werden.

In der subakuten Phase wird diese medikamentöse Therapie fortgesetzt, wobei die orale Behandlung mit Traumeel® auf fünfmal zwei Tabletten reduziert wird, gab Schader den Expertenkonsens wieder.

Eine Infiltrationstherapie kann mit einer verminderten Frequenz von ein- bis dreimal wöchentlich weiter geführt werden. Angepasste Krankengymnastik beschleunigt die Regeneration und hilft, Chronifizierungen vorzubeugen. In der Nachsorge liegt der Schwerpunkt der Physiotherapie auf Koordinations- und Kraftübungen. Zusätzlich können täglich zwei Tabletten Traumeel® S sowie ein geeignetes regenerationsförderndes, vorzugsweise bromelainhaltiges Enzympräparat verordnet werden.

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