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Wissenschaftsdrehscheibe

Virtuelles Zentrum für die Rheuma-Forschung

Die Europäische Rheumaliga will Forschung zu und Prävention von rheumatischen Erkrankungen mit einer virtuellen Drehscheibe stärken.

Veröffentlicht:

Kilchberg. Für rund 200 rheumatologische und muskuloskelettale Krankheitsbilder sind die Ursachen laut Europäischer Rheumaliga (EULAR) bisher unbekannt, fehlt es an Therapieoptionen. Um hier der rheumatologischen Forschung auf europäischer Ebene mehr Schwung zu verleihen, hat die Rheumaliga nun ihr EULAR Virtual Research Centre eingerichtet.

Die Rheumaliga will mit der virtuellen Wissenschaftsdrehscheibe Forschern helfen, wesentliche Hindernisse bei ihrer Arbeit zu überwinden. „Es gibt zu viele Hürden, die die Forschung zu rheumatologischen und muskuloskelettalen Erkrankungen europaweit erschweren“, beklagt EULAR-Präsident Professor Iain B. McInnes.

Und ergänzt: „Um die Krankheitslast rheumatischer und muskuloskelettaler Erkrankungen von Einzelpersonen, aber auch Gesellschaften zu reduzieren, bedarf es aber umfassender und koordinierter Anstrengungen sowohl auf EU-, nationaler sowie regionaler Ebene als auch in verschiedenen Politikfeldern wie der Öffentlichen Gesundheit, der Gesundheitsversorgung, Beschäftigung sowie Soziales.“

Forschung soll Risikofaktoren identifizieren

Konkret moniert die Rheumaliga unter anderem zu kurze Laufzeiten bei der Finanzierung rheumatologischer Forschungsprojekte, die den Spielraum der Wissenschaftler – und damit das Spektrum der Fragestellungen – beschränkten.

Unter dem Dach des EULAR Virtual Research Centre sollen laut Rheumaliga Initiativen entwickelt werden, um Forscher sowie wissenschaftliche Einrichtungen und Organisationen zusammenzubringen, damit diese in den Dialog treten.

Die Forschung soll Risikofaktoren identifizieren, um frühzeitigere Diagnosen stellen zu können. Last but not least gehe es auch um das Erarbeiten effektiverer Präventionsmaßnahmen.

Konkret können Forscher Angebote wie den EULAR Consultation Service nutzen. Hier beraten Experten zum Beispiel, wie die Qualität der Studienprotokolle im Rahmen der klinischen Forschung optimiert werden kann.

Außerdem gibt es Tipps zu Methodik und Datenanalyse. Der EULAR Shared Technology Service ermögliche den Zugang zu neuester, innovativer und qualitätsgestützter Forschungstechnik. (maw)

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