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Corona

WHO empfiehlt: Masken für Kinder ab zwölf Jahren!

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Schutzmasken sollten Kinder im Alter unter sechs Jahren nur unter ständiger Aufsicht tragen, so die WHO. Für Kinder ab zwölf Jahren sollten die gleichen Regeln gelten wie für Erwachsene.

Schutzmasken sollten Kinder im Alter unter sechs Jahren nur unter ständiger Aufsicht tragen, so die WHO. Für Kinder ab zwölf Jahren sollten die gleichen Regeln gelten wie für Erwachsene.

© maxbelchenko / stock.adobe.com

Genf. Für Kinder ab zwölf Jahren sollen laut einer neuen Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beim Tragen von Masken die gleichen Regeln gelten wie für Erwachsene. Das gab die WHO in einem mit dem UN-Kinderhilfswerk Unicef erarbeiteten Leitfaden für Entscheidungsträger am Freitagabend bekannt. Dieser befasst sich mit der Frage, ob und wann Kinder und Jugendliche Masken tragen sollen.

Für jüngere Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren wurde demnach das Tragen von Masken nicht generell empfohlen. In bestimmten Situationen, etwa wenn Abstandsregeln nicht eingehalten werden könnten, sollte es aber in Betracht gezogen werden, so zum Beispiel in Schulen. Masken könnten Kindern das Lernen allerdings auch erheblich erschweren, gestanden die internationalen Experten ein.

Maske bei unter 6-Jährigen nur bei ständiger Aufsicht!

Jüngeren Kindern sollte nicht vorgeschrieben werden, Masken zu tragen, vor allem, weil sie sie alleine nicht richtig an- und ablegen könnten. Falls sie doch Masken tragen, sollten Kinder unter sechs Jahren unter ständiger Aufsicht stehen.

„Kinder sollten auch angehört werden bezüglich ihrer Wahrnehmungen und ihren Bedenken beim Tragen von Masken“, hieß es weiter. Transparente Visiere böten weniger Schutz als Stoffabdeckungen für Mund und Nase.

Mit dem Start des neuen Schuljahres müsse das Coronavirus nicht nur in Schulen selbst, sondern auch im Umfeld der Kinder und Jugendlichen rigoros bekämpft werden, so die WHO. Sonst könne es sich schnell in Schulen ausbreiten. „Es ist wirklich entscheidend, dass wir Ausbrüche und Übertragungen in der Umgebung von Schulen unter Kontrolle bringen“, sagte die COVID-19-Beauftragte Maria van Kerkhove am Freitag in Genf. Die WHO werde in den nächsten Tagen Empfehlungen für das Tragen von Masken in Schulen herausgeben.

„Masken allein reichen nicht!“

Allerdings reichten Masken allein nicht aus, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, warnte der WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Gleichzeitig müssten Schülerinnen und Schüler auch Abstand wahren, und je nach Räumlichkeiten sei es vielleicht auch nötig, kleinere Klassen zu bilden. Bislang gibt es nach Angaben von van Kerkhove nicht genügend Studien über Ansteckungsketten mit Kindern. Die meisten Kinder, die sich infizierten, hätten nur sehr milde Symptome.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte die Hoffnung, dass die Pandemie dank moderner Technologie und internationaler Kooperation weniger als zwei Jahre dauern werden. „In der Hoffnung, dass wir zusätzliche Werkzeuge wie einen Impfstoff bekommen, denke ich, dass wir sie in kürzerer Zeit als die Grippe von 1918 beenden können.“ Das Virus könne sich heutzutage zwar schneller verbreiten, weil die Welt viel enger verbunden sei als vor 100 Jahren, es gebe aber auch moderne Mittel zur Bekämpfung. (dpa)

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