Kommentar zur HPV-Impfung

Warzenfrei Down-under

Von Robert BublakRobert Bublak Veröffentlicht:

Australien ist offenbar auf gutem Wege, seine Genitalwarzen loszuwerden. Das ist erfreulich für die dort Lebenden und zweifellos ein medizinischer Fortschritt.

Zu danken ist er der Vierfach-Impfung gegen HPV, die auf dem fünften Kontinent seit etwa sechs Jahren routinemäßig und kostenlos an 12- bis 13-jährige Mädchen verteilt und von rund 80 Prozent auch angenommen wird.

Interessant ist, in welchem Maß junge Männer von der Impfung profitieren, obwohl sie gar nicht geimpft wurden. Auf über 80 Prozent wird der Rückgang an Feigwarzendiagnosen bei den unter 21-Jährigen beziffert; ein schöner Nachweis des Phänomens, das man allgemein als Herdenimmunität bezeichnet.

Und während sich in Deutschland nicht einmal vier von zehn berechtigten jungen Frauen gegen HPV impfen lassen, bieten die Australier die Impfung nun auch den Buben an.

Australien, du hast es besser. Nicht im Applaus untergehen sollte freilich, dass die HPV-Impfung nicht primär der Warzenprävention gilt. Dafür wäre sie dann doch etwas teuer.

Genitalwarzen mögen lästig sein, bösartig sind sie nicht. Ursprüngliche Bestimmung der Vakzine ist es, Zervixkarzinomen vorzubeugen. Das ist unten drunter das größere Problem - nicht nur Down-under.

Lesen Sie dazu auch: HPV-Impfung: Verblüffender Effekt bei Genitalwarzen

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