Wenn die Kraft nicht zum Kochen oder Duschen reicht

NEU-ISENBURG (ars). Schätzungsweise 300 000 Menschen in Deutschland sind an chronischer Erschöpfung (Chronic Fatigue Syndrome, CFS) erkrankt. Zum CFS-Tag am 12. Mai macht der Verein Fatigatio auf Defizite in Diagnostik und Therapie aufmerksam.

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Manche CFS-Patienten könnten nicht einmal mehr einfache Alltagstätigkeiten wie Kochen oder Duschen bewältigen, seien arbeitsunfähig, dauerhaft bettlägerig und müssten zudem die wenigen verbleibenden Kräfte in einer Arztodyssee vergeuden, teilt die Selbsthilfeorganisation mit. Öffentliche Gesundheitseinrichtungen in Deutschland jedoch ignorierten die Krankheit weitgehend, viele Hausärzte seien ratlos. Daher müsse man ihnen Grundlagenwissen vermitteln, etwa, dass der Erkrankung messbare biologische Auffälligkeiten zugrunde liegen.

Zur Unterstützung der Ärzte hat der Bundesverband eine Broschüre des US-Gesundheitsministeriums übersetzen lassen, die Leitlinien zu Diagnostik, Empfehlungen für die Therapie und Hinweise zum Krankheitsmanagement enthält. Sie wird voraussichtlich ab Mitte Mai verfügbar sein. Am 23. Mai lädt Fatigatio zu einer Fachtagung in Würzburg ein.

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