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Alkoholsucht

Wie negative Emotionen die Abstinenz erschweren

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DÜSSELDORF. Auch nach einem Entzug fällt es vielen ehemals Alkoholabhängigen schwer, mit Alkohol angemessen umzugehen. Ursache ist unter anderem die Unfähigkeit, negative Gefühle zu verarbeiten. Das zeigen Forschungsergebnisse von Dr. Katrin Charlet von der Charité-Universitätsmedizin Berlin (Addiction Biology 2014; 19:439-51).

Für ihre Erkenntnisse wird die Forscherin auf der 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) mit dem Niels-A.-Lassen Preis 2016 ausgezeichnet, teilt die Gesellschaft mit.

Um den Ursachen des Rückfallrisikos auf den Grund zu gehen, habe Chalet Emotionsexperimente bei mehr als 150 entgifteten, alkoholabhängigen Patienten durchgeführt und mit gesunden Menschen verglichen. "Mittels funktioneller und struktureller MRT sowie PET konnten wir Aktivierungsmuster zwischen der frontalen Großhirnrinde und dem limbischen Emotionszentrum identifizieren, die negative Emotionen verarbeiten und vermutlich auch regulieren", wird Charlet zitiert.

Patienten, bei denen diese Hirnleistungen intakt sind, bleiben in den ersten kritischen sechs Monaten nach der Entgiftung abstinent. Patienten, bei denen diese Hirnareale nur geringe Aktivitäten aufzeigten, fiel es im Vergleich dazu schwer, Gefühle wie Angst und Wut zu regulieren. Sie wurden häufiger rückfällig.

Anhand dieser Aktivitätsmuster im Hirn könnte es zukünftig möglich sein abstinente von rückfälligen Patienten zu unterscheiden. (eb)

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