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Rheinland-Pfalz

Ambulante Pflege ist kaum digital unterwegs

Künstliche Intelligenz kann eine gute Unterstützung für das Pflegepersonal sein, findet Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

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Mainz. Der Digitalisierungsgrad in der stationären Krankenpflege in Rheinland-Pfalz hängt stark vom Träger ab. Als überaus heterogen bezeichnete Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer, den Status Quo in den Einrichtungen.

Bei der digitalen Konferenz „Digitales Gesundheitswesen Rheinland-Pfalz 2030“ betonte er am Donnerstag, dass besonders die stationären Pflegeeinrichtungen im Bereich der digitalen Transformation auf einem guten Weg seien. Für 61 Prozent der rund 43 .000 Pflegefachkräfte in RP gehörten elektronische Tools bereits fest zum Arbeitsalltag, 49 Prozent sehen die Digitalisierung als Chance.

Eher selten käme eine durchgängig technische Unterstützung in der ambulanten Pflege zum Einsatz, vor allem bei der digitalen Patientenkurve und der digital gestützten Pflegedokumentation sei noch Luft nach oben. Mai warnte davor, dass ambulante Pflegebetriebe von der digitalen Entwicklung abgehängt werden könnten.

Mehr Raum für Menschlichkeit

„Hilfreich wäre auch ein digitales Forum, bei dem sich die Beteiligten in der Pflege vernetzen könnten“, betonte Mai. Er geht davon aus, dass besonders Routineaufgaben zukünftig über digitale Anwendungen abgewickelt werden können. Robotik und künstliche Intelligenz in der Pflege sieht er nicht als Bedrohung für Arbeitsplätze, sondern als gute Ergänzung.

Mai: „KI kann die Arbeit der Pflegenden nicht ersetzen, aber unterstützen. Sie schafft dadurch mehr Raum für Menschlichkeit und ermöglicht uns mehr Zeit für die Patienten.“ Einsatzmöglichkeiten digitaler Tools seien in der Pflege zahlreich vorhanden: Mithilfe sensorischer Anwendungen könne beispielsweise der Gesundheitszustand der Pflegebedürftigen geprüft werden. Mai wünscht sich außerdem, die Forschung zur Informationstechnologie in der Pflege deutlich auszuweiten. (kaha)

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