Ob eine Infektion tatsächlich angeboren ist, entscheidet sich nach einem aktuellen Urteil des Bundessozialgerichts nicht nach dem Zeitpunkt der Diagnose. Auch reicht ein bloßer Verdacht reicht nicht aus, um die Kodierung P37.9 zu rechtfertigen.
Nicht alle Praxen sind von der elektronischen Patientenakte überzeugt. Das zeigt eine Umfrage der KBV. Die Medikationsliste finden viele hilfreich, die ePA-Module im PVS nur wenige zufriedenstellend.
Der jüngste IQVIA-Report zur Biosimilarentwicklung im bundesdeutschen Arzneimittelmarkt verdeutlicht: Rekombinante Nachahmer sind in der Versorgung fest etabliert.
Die ambulante Versorgung steht wirtschaftlich zunehmend unter Druck. Das sagt das Zi mit Blick auf erste Ergebnisse seines Praxis-Panels. Gestiegene Kosten fressen die Einnahmen auf.
Ein Review aus vier Studien hat ergeben, dass Tecovirimat bei Mpox die Läsionen nicht schneller abheilen lässt als eine Scheinbehandlung. Neue Behandlungen von Mpox mit dem Wirkstoff sollten daher laut CHMP nicht initiiert werden.
Um Patienten und MFA zu überwachen, installierte ein Dermatologe aus Baden-Württemberg Kameras in seiner Praxis. Der Landesdatenschutzbeauftragte verhängt ein Bußgeld – und rügt zudem Datenpannen beim Postversand.
In Deutschland ist die Sondersteuer auf zuckersüße Erfrischungsgetränke umstritten, auch wenn die Abgabe mittlerweile in mehr als 100 Staaten weltweit erhoben wird. Die Finanzkommission Gesundheit spricht sich klar dafür aus.
Die europäische Arzneimittelagentur EMA hat auf Basis von WHO-Empfehlungen die Zusammensetzung der Grippe-Impfstoffe für die Saison 2026/27 bekanntgegeben.
Die Krankenkassen steuern auf ein Milliardenloch zu. Empfehlungen, wie sich das verhindern lässt, liegen jetzt zahlreich auf dem Tisch. Doch die Gefahr ist groß, dass sich Union und SPD gegenseitig blockieren und so wertvolle Zeit verspielen.
Kurz vor der EU-weiten Zulassung stehen aktuell eine Gentherapie gegen Blasenkrebs, zwei Wirkstoffe gegen Lungenkarzinom und das erste Medikament gegen das Activated PI3 Kinase Delta Syndrom.
Ist ein kathetergeführter Verschluss des linken Vorhofohrs zum Schutz vor Schlaganfällen bei Vorhofflimmern eine Alternative zur oralen Antikoagulation? Eine beim ACC-Kongress vorgestellte Studie liefert dazu positive Ergebnisse – aber auch Stoff für kritische Diskussionen.
Keine Extrahonorare an Ärzte für Terminvermittlung mehr, Krankenkassenbeiträge für Bürgergeldbeziehende aus Steuermitteln. Die „Finanzkommission Gesundheit“ stellt erste Sparmaßnahmen vor – und es regnet Reaktionen.
Startschuss für Politik & Debatte Live: Fünf Spitzenvertreterinnen und -vertreter aus Ärzteschaft, Krankenkassen, Pflege und Industrie erörtern, welche Rollen und Strukturen es für die Primärversorgung braucht. Das Panel zeigt: Einfach wird es nicht.
Hat die eine Arznei keinen Zusatznutzen, so muss einer Mengenausweitung nicht zwingend eine Senkung des Betrags pro Packung folgen. Auch zu den Jahrestherapiekosten gibt es eine Entscheidung.
Die Differenzialdiagnose bei Schulterschmerzen reicht von traumatischen und degenerativen Schäden über neurologische Störungen bis zu Gelenkrheuma und Polymyalgia rheumatica: Tipps für die Praxis, wie Ärzte vorgehen können.
Ernährung ist bekanntlich ein wichtiger Treiber der Gicht. Dabei scheinen langfristige ernährungsassoziierte Entzündungsmuster bei Frauen wesentlich bedeutsamer als bei Männern.
Bei der Therapie von Menschen mit Kleingefäßvaskulitiden halbiert Cotrimoxazol die Rate schwerer Infektionen. Im Verlauf lässt der Nutzen aber nach – wohl auch, weil mit der Glukokortikoid-Reduktion das Infektrisiko sinkt.
Bundesweit mangelt es an Rheumatologen. In Rheinland-Pfalz schließen telemedizinische Rheuma-Sprechstunden in Hausarztpraxen die Versorgungslücke. Eine Blaupause für andere Regionen?
Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland, die Sterberaten variieren aber sehr – zwischen den Geschlechtern, regional und bei den unterschiedlichen Krebsarten. Wir zeigen die Besonderheiten in Tabellen, Grafiken und Karten.
Wer eine Hypercholesterinämie hat, soll nicht zu viele Eier essen, so die allgemeinen Empfehlungen. Warum hieß es trotzdem in einigen Medien, dass Eier den Cholesterinspiegel senken? Ein Blick auf die Datenlage.
Nach Entfernung eines lokalisierten Melanoms hat in einer US-amerikanischen Kohorte ein nicht geringer Anteil der Betroffenen ein Rezidiv erlitten. Sechs Tumoreigenschaften waren mit einem erhöhten Risiko verknüpft.
Schützt die Impfung gegen COVID-19 vor einer durch SARS-CoV-2 getriggerten Schuppenflechte? In einer Datenbankstudie unter Beteiligung des Uniklinikums Schleswig-Holstein gab es bei den Geimpften deutlich weniger Erkrankungsfälle.
Reflux, CED, chronische Sinusitiden: Mundgeruch kann auch für die hausärztliche Untersuchung relevant sein. Wie Sie Halitosis mit der eigenen Nase am besten bewerten können, erklärt eine Zahnärztin.
In einer Autopsiestudie aus Japan fanden Forscher bei einem substanziellen Anteil der Fälle eine zu Lebzeiten nicht diagnostizierte Krebserkrankung – häufig wenig aggressive Karzinome. Einige Tumoren hatten aber unbemerkt gestreut.
„Reden hilft“ – das ist Eckart von Hirschhausens zentrales Credo, vor allem in der Medizin. Der Arzt und Wissenschaftsjournalist erläutert, welche Gefahren drohen, wenn man die Kommunikation den Falschen überlässt, und zeigt auf, wie es besser geht.
Für Menschen mit Herzinsuffizienz zahlt es sich offenbar aus, durchgehend in einer vertrauten allgemeinärztlichen Praxis (mit-)betreut zu werden. In einer spanischen Studie sank unter diesen Umständen das Komplikations- und Sterberisiko.
Die Inspektion der Füße kann bei Senioren auch dann wichtige Informationen liefern, wenn keine pathologischen Veränderungen zu entdecken sind: Kommen ungekürzte und verdickte oder gekrümmte Fußnägel zum Vorschein, gilt das als ein spezielles Zeichen.
Glukokortikoide, die zu Beginn einer Rheuma-Therapie begleitend eingesetzt werden, lassen sich meist planmäßig ausschleichen: Dieses Ergebnis der ARCTIC-Studie spricht somit für die europäische und gegen die US-amerikanische Leitlinie.
Eine große chinesische Kohortenstudie unterstreicht bei Menschen mit Hypertonie die Bedeutung von vier zentralen Risikofaktoren für die Prävention einer chronischen Niereninsuffizienz. Ein Kollege ordnet die Ergebnisse ein.
Bei einer periprothetischen Gelenkinfektion kann die antibiotische Behandlung wohl frühzeitig von intravenös auf oral umgestellt werden, ohne dass der Therapie-Erfolg darunter leidet. Das zeigen die Ergebnisse einer Metaanalyse.