Die Abwertung psychotherapeutischer EBM-Leistungen auf breiter Front hat in der Branche einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Hoffnungen, das Gesundheitsministerium werde die Kürzung noch einkassieren, dürften wohl enttäuscht werden.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hebt im aktuellen Epidemiologischen Bulletin die Relevanz der Meningokokken-Impfung hervor. Anlass ist der Meningokokken-Ausbruch in Großbritannien.
Klaus Rehnig, Gründer der Ärzte Zeitung, ist tot. In Erinnerung bleibt eine echte Unternehmer-Persönlichkeit, die die Ärzte Zeitung über viele Jahre hinweg entscheidend geprägt hat.
Das neue Innovationsfondsprojekt DIVA in Thüringen soll nicht nur die Versorgung von Diabetes-Patienten verbessern, sondern auch Augenarztpraxen entlasten. An acht Standorten werden dafür telemedizinische Anlaufstellen eingerichtet.
Mit der Blockade der Straße von Hormus könnten wichtige Stoffe für die Pharmaindustrie wie Helium knapp werden. Die Branche fürchtet Folgen für die Arzneiversorgung, sollte der Krieg länger dauern.
Das Primärversorgungssystem ist einen Schritt weiter. Mit der elektronischen Überweisung bringt Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ein weiteres Element dafür auf den Weg. Aus Ärzteschaft und von Kassenseite kommt Zustimmung.
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat für zwei Orphan Drugs einen Zusatznutzen attestiert. Zudem beendete das Gremium die anwendungsbezogene Datenerhebung für Valoctogen Roxaparvovec bei schwerer Hämophilie A.
Die Behandlung von Long-COVID-Patienten ist herausfordernd. Wie kann man ihnen helfen, wenn man mit dem eigenen Latein am Ende ist? An der MHH gibt es ein telemedizinisches Angebot, das Praxen entlasten kann.
Der Off-Label-Use auf Kassenkosten ist in Kürze bei vier Wirkstoffen gegen Long-COVID und ME/CFS möglich. Darauf müssen Praxen bei der Verordnung achten.
Ein Reise braucht viel Vorbereitung – noch mehr, wenn Kinder an Board sind. Was gehört in Reiseapotheken, welche Impfungen sollten vorher in Betracht gezogen werden – und bei welchen Symptomen nach der Reise sollte aufgehorcht werden?
Vier Präparate werden im Off-Label-Use bei Long-COVID verordnungsfähig, hat der G-BA beschlossen. Das ist erst der erste Schritt zu einer besseren Versorgung Betroffener, sagt Thomas Maibaum, Hausarzt aus der Long-COVID-Expertengruppe, im Interview mit der Ärzte Zeitung. Was sich künftig verändern muss.
Vier Wirkstoffe können bei Long-/Post-COVID und ME/CFS künftig im Off-Label-Use auf Kassenkosten verordnet werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat dafür jetzt grünes Licht gegeben.
Eine per Samenspende gezeugte Frau hat keinen Anspruch auf Auskunft darüber, wie viele Halbgeschwister sie hat. Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main entschied, dass der behandelnde Arzt hierzu keine Informationen geben muss.
Berufsausübungsgemeinschaften müssen auch eine arztbezogene Prüfung hinnehmen. Das hat das Bundessozialgericht entschieden. Im konkreten Fall wurden in einer BAG erhebliche Überschreitungen bei der GOP 01435 festgestellt.
Das Lungenkrebs-Screening ist jetzt in Deutschland eine Kassenleistung für eine bestimmte Risikogruppe. Wir fassen zusammen, wer Anspruch auf das Screening hat und wie die Abläufe und die Vergütungsregelungen aussehen.
Der Vorsitzende der Finanzkommission Gesundheit Ferdinand Gerlach spricht im Interview mit der Ärzte Zeitung über Verteilungskonflikte, warum das TSVG ausgedient hat und wie eng Versorgungsziele und Versorgungsqualität zusammenhängen.
80 Prozent der Bevölkerung verfügen über eine geringe Gesundheitskompetenz. Das Robert Koch-Institut empfiehlt, Strukturen auf den Prüfstand zu stellen – und weniger bei individuellen Fähigkeiten anzusetzen.
Sowohl im Median als auch im Durchschnitt haben Vollzeitbeschäftigte in Deutschland vergangenes Jahr branchen-und qualifikationsübergreifend nominal mehr verdient.
Seit April 2024 gilt die Cannabis-Teillegalisierung. Zu steigendem Konsum habe die Novelle nicht geführt, heißt es in einem neuen Evaluationsbericht. Unionsgeführte Ministerien in Bund und Ländern sehen gleichwohl dringenden Handlungsbedarf.
Für alle Leistungen aus den Versorgungsverträgen gilt eines Zweijahres-Verjährungsfrist für Klinikrechnungen. Bei der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung greift eine Frist von vier Jahren.
Hausbesuche kosten Zeit und sind schlecht vergütet, aber sie sind wichtig für immobile und sehr alte Diabetes-Patienten. Ein Hausarzt berichtet über seine Erfahrungen und welche Möglichkeiten VERAH und NäPA bieten.
Die Krankenkassen müssen keine Auskunft geben, wer einen Patienten als „Blaumacher“ angeschwärzt hat, der Datenschutz geht vor. So ein Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen.
Frühe Diagnostik und eine abgestimmte Therapie können helfen, chronische Rückenschmerzen zu vermeiden. Elisabeth Röhrmann, Leiterin des Rückenzentrums am Klinikum Magdeburg, über den interdisziplinären Ansatz im Vertrag mit der AOK.
Kooperation
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In Kooperation mit: AOK-Bundesverband
Ob eine Infektion tatsächlich angeboren ist, entscheidet sich nach einem aktuellen Urteil des Bundessozialgerichts nicht nach dem Zeitpunkt der Diagnose. Auch reicht ein bloßer Verdacht reicht nicht aus, um die Kodierung P37.9 zu rechtfertigen.
Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Um Betroffenen frühzeitig zu helfen, haben die AOK Sachsen-Anhalt und das Klinikum Magdeburg ein Versorgungsangebot entwickelt, das auf ganzheitliche Behandlung setzt.
Kooperation
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In Kooperation mit: AOK-Bundesverband
Nicht alle Praxen sind von der elektronischen Patientenakte überzeugt. Das zeigt eine Umfrage der KBV. Die Medikationsliste finden viele hilfreich, die ePA-Module im PVS nur wenige zufriedenstellend.
Der jüngste IQVIA-Report zur Biosimilarentwicklung im bundesdeutschen Arzneimittelmarkt verdeutlicht: Rekombinante Nachahmer sind in der Versorgung fest etabliert.
Die neue Analyse zur AMPLIFY-Studie zeigte: Die zeitlich begrenzte Kombinationstherapie aus Acalabrutinib und Venetoclax (± Obinutuzumab) verlängerte die Zeit bis zur Folgetherapie. Für die kontinuierliche Therapie mit Acalabrutinib (± Obinutuzumab) liefern neue Real-World-Evidence-Studien Daten zur Verträglichkeit bei gleichzeitiger Behandlung mit direkten oralen Antikoagulanzien.
Sonderbericht
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Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Die ambulante Versorgung steht wirtschaftlich zunehmend unter Druck. Das sagt das Zi mit Blick auf erste Ergebnisse seines Praxis-Panels. Gestiegene Kosten fressen die Einnahmen auf.
Ein Review aus vier Studien hat ergeben, dass Tecovirimat bei Mpox die Läsionen nicht schneller abheilen lässt als eine Scheinbehandlung. Nun wurde auch ein Rote-Hand-Brief ausgesendet: Neubehandlungen sollen nicht initiiert werden.
Um Patienten und MFA zu überwachen, installierte ein Dermatologe aus Baden-Württemberg Kameras in seiner Praxis. Der Landesdatenschutzbeauftragte verhängt ein Bußgeld – und rügt zudem Datenpannen beim Postversand.
Frauenärztin Dr. Bärbel Grashoff hat eine Graphic Novel für Brustkrebspatientinnen geschrieben. Auslöser war ihre eigene Krebserkrankung. Sie will vermitteln, dass man die Ängste, die mit der Diagnose einhergehen, hinter sich lassen kann.
Die Betreuung von Palliativpatienten und ihren Angehörigen ist komplex. Palliativbegleiterin und MFA Hella Deckert hat vier ganz konkrete Tipps zur Unterstützung.
In Deutschland ist die Sondersteuer auf zuckersüße Erfrischungsgetränke umstritten, auch wenn die Abgabe mittlerweile in mehr als 100 Staaten weltweit erhoben wird. Die Finanzkommission Gesundheit spricht sich klar dafür aus.
Die europäische Arzneimittelagentur EMA hat auf Basis von WHO-Empfehlungen die Zusammensetzung der Grippe-Impfstoffe für die Saison 2026/27 bekanntgegeben.
Die Krankenkassen steuern auf ein Milliardenloch zu. Empfehlungen, wie sich das verhindern lässt, liegen jetzt zahlreich auf dem Tisch. Doch die Gefahr ist groß, dass sich Union und SPD gegenseitig blockieren und so wertvolle Zeit verspielen.
Kurz vor der EU-weiten Zulassung stehen aktuell eine Gentherapie gegen Blasenkrebs, zwei Wirkstoffe gegen Lungenkarzinom und das erste Medikament gegen das Activated PI3 Kinase Delta Syndrom.
Ist ein kathetergeführter Verschluss des linken Vorhofohrs zum Schutz vor Schlaganfällen bei Vorhofflimmern eine Alternative zur oralen Antikoagulation? Eine beim ACC-Kongress vorgestellte Studie liefert dazu positive Ergebnisse – aber auch Stoff für kritische Diskussionen.
Keine Extrahonorare an Ärzte für Terminvermittlung mehr, Krankenkassenbeiträge für Bürgergeldbeziehende aus Steuermitteln. Die Finanzkommission Gesundheit stellt erste Sparmaßnahmen vor – und es regnet Reaktionen.
Startschuss für Politik & Debatte Live: Fünf Spitzenvertreterinnen und -vertreter aus Ärzteschaft, Krankenkassen, Pflege und Industrie erörtern, welche Rollen und Strukturen es für die Primärversorgung braucht. Das Panel zeigt: Einfach wird es nicht.
Hat die eine Arznei keinen Zusatznutzen, so muss einer Mengenausweitung nicht zwingend eine Senkung des Betrags pro Packung folgen. Auch zu den Jahrestherapiekosten gibt es eine Entscheidung.
Bei Atemwegssymptomen gilt es, gerade bei Patientinnen und Patienten mit hohem Risiko und Komorbiditäten, großzügig zu testen – und sie gegebenenfalls auch kombiniert virustatisch zu therapieren.
Die Differenzialdiagnose bei Schulterschmerzen reicht von traumatischen und degenerativen Schäden über neurologische Störungen bis zu Gelenkrheuma und Polymyalgia rheumatica: Wie Ärzte vorgehen können.
Ernährung ist bekanntlich ein wichtiger Treiber der Gicht. Dabei scheinen langfristige ernährungsassoziierte Entzündungsmuster bei Frauen wesentlich bedeutsamer als bei Männern.
Bei der Therapie von Menschen mit Kleingefäßvaskulitiden halbiert Cotrimoxazol die Rate schwerer Infektionen. Im Verlauf lässt der Nutzen aber nach – wohl auch, weil mit der Glukokortikoid-Reduktion das Infektrisiko sinkt.
Bundesweit mangelt es an Rheumatologen. In Rheinland-Pfalz schließen telemedizinische Rheuma-Sprechstunden in Hausarztpraxen die Versorgungslücke. Eine Blaupause für andere Regionen?
Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland, die Sterberaten variieren aber sehr – zwischen den Geschlechtern, regional und bei den unterschiedlichen Krebsarten. Wir zeigen die Besonderheiten in Tabellen, Grafiken und Karten.
Wer eine Hypercholesterinämie hat, soll nicht zu viele Eier essen, so die allgemeinen Empfehlungen. Warum hieß es trotzdem in einigen Medien, dass Eier den Cholesterinspiegel senken? Ein Blick auf die Datenlage.
Nach Entfernung eines lokalisierten Melanoms hat in einer US-amerikanischen Kohorte ein nicht geringer Anteil der Betroffenen ein Rezidiv erlitten. Sechs Tumoreigenschaften waren mit einem erhöhten Risiko verknüpft.
Bei der Hotline Impfen werden Ihre Impf-Fragen aus der Praxis evidenzbasiert und fachkundig beantwortet. Diesmal geht es um die Frage, ob ein gestilltes Kind einer an Multipler Sklerose erkrankten Mutter gegen MMR geimpft werden darf, oder ob Abstillen ratsam ist.
Für erwachsene Patientinnen und Patienten mit Diabetes sind Impfungen doppelt relevant – weil diese vor Infektionen schützen, und auch kardiovaskuläre Ereignisse vermeiden.
Schützt die Impfung gegen COVID-19 vor einer durch SARS-CoV-2 getriggerten Schuppenflechte? In einer Datenbankstudie unter Beteiligung des Uniklinikums Schleswig-Holstein gab es bei den Geimpften deutlich weniger Erkrankungsfälle.
Reflux, CED, chronische Sinusitiden: Mundgeruch kann auch für die hausärztliche Untersuchung relevant sein. Wie Sie Halitosis mit der eigenen Nase am besten bewerten können, erklärt eine Zahnärztin.
Lässt sich Typ-1-Diabetes verhindern? Seit Langem werden Präventionsansätze erforscht, um zumindest eine residuelle Insulinsekretion zu erhalten. Ein Überblick über Erfolge und Misserfolge.
In einer Autopsiestudie aus Japan fanden Forscher bei einem substanziellen Anteil der Fälle eine zu Lebzeiten nicht diagnostizierte Krebserkrankung – häufig wenig aggressive Karzinome. Einige Tumoren hatten aber unbemerkt gestreut.
Die Diabetologie ist ohne Technik und digitale Tools heute nicht mehr vorstellbar. Das hat enorme Verbesserungen für die Versorgung von Menschen mit Diabetes gebracht – allerdings nicht für alle.
„Reden hilft“ – das ist Eckart von Hirschhausens zentrales Credo, vor allem in der Medizin. Der Arzt und Wissenschaftsjournalist erläutert, welche Gefahren drohen, wenn man die Kommunikation den Falschen überlässt, und zeigt auf, wie es besser geht.
Für Menschen mit Herzinsuffizienz zahlt es sich offenbar aus, durchgehend in einer vertrauten allgemeinärztlichen Praxis (mit-)betreut zu werden. In einer spanischen Studie sank unter diesen Umständen das Komplikations- und Sterberisiko.
Die Inspektion der Füße kann bei Senioren auch dann wichtige Informationen liefern, wenn keine pathologischen Veränderungen zu entdecken sind: Kommen ungekürzte und verdickte oder gekrümmte Fußnägel zum Vorschein, gilt das als ein spezielles Zeichen.
Glukokortikoide, die zu Beginn einer Rheuma-Therapie begleitend eingesetzt werden, lassen sich meist planmäßig ausschleichen: Dieses Ergebnis der ARCTIC-Studie spricht somit für die europäische und gegen die US-amerikanische Leitlinie.
Eine große chinesische Kohortenstudie unterstreicht bei Menschen mit Hypertonie die Bedeutung von vier zentralen Risikofaktoren für die Prävention einer chronischen Niereninsuffizienz. Ein Kollege ordnet die Ergebnisse ein.
Bei einer periprothetischen Gelenkinfektion kann die antibiotische Behandlung wohl frühzeitig von intravenös auf oral umgestellt werden, ohne dass der Therapie-Erfolg darunter leidet. Das zeigen die Ergebnisse einer Metaanalyse.
Ein chirurgischer Eingriff kann für Patienten mit primärem Hyperparathyreoidismus gegenüber dem konservativen Management metabolisch von Vorteil sein. Denn wie eine Studie zeigt, senkt die Operation das Diabetesrisiko.
Schwerhörigkeit steigert das Risiko, später an Demenz zu erkranken. Wie eine prospektive Analyse unterstreicht, kommt dabei jedoch dem Zeitpunkt der Intervention eine besondere Bedeutung zu.