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SARS-CoV-2

Corona-Genomsequenzierung: Cottbus wird Referenzlabor

Brandenburg unterstützt den Aufbau des Labors mit 529 .000 Euro. Bereits ab Mitte nächsten Monats sollen dort Proben in größerem Umfang sequenziert werden.

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Potsdam/Cottbus. Das Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum wird Standort eines Brandenburger Referenzlabors zur Virusgenomsequenzierung. Damit will das Land einen besseren Überblick über die im Land zirkulierenden Mutationen des Coronavirus erhalten. Das teilten Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) und Klinikchef Dr. Götz Brodermann am Sonntag in Potsdam mit.

Für den Aufbau des Labors erhalten das CTK und die Technische Hochschule Wildau eine Förderung von 529 .000 Euro. Bereits ab Mitte Februar sollen am CTK „in größerem Maßstab Proben zusätzlich auf mögliche Mutationen des SARS-CoV-2-Virus analysiert und so frühzeitig entdeckt werden.“

„Eine Genomsequenzierung ist sehr aufwändig, aber wichtig, um die tatsächliche Ausbreitung einschätzen zu können“, sagte Nonnemacher am Sonntag. „Deshalb ist es eine sehr gute Nachricht, dass wir in Kürze auch im Land Brandenburg ein Labor haben, dass diese Sequenzierung durchführen kann.“

Daten sollen verknüpft werden

Weil es in Brandenburg noch kein Labor gibt, das die für die Suche nach Corona-Mutationen nötigen Genomsequenzierungen leisten kann, müssen die Tests von Menschen, die etwa aus Großbritannien eingereist sind, bislang an die Universität Heidelberg geschickt werden.

Die Sequenzdaten sollen künftig an das Robert Koch-Institut gemeldet und mit den epidemiologischen – über die Gesundheitsämter gemeldeten – Daten verknüpft werden. Mit der verstärkten Probensequenzierung und Datenerfassung im Deutschen elektronischen Sequenzdaten-Hub (DESH) werde das Infektionsgeschehen im Rahmen der Integrierten Molekularen Surveillance (IMS) intensiv beobachtet. (lass)

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