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Gegen Streichung der Neupatientenregelung

Hessische Ärzte schließen aus Protest ihre Praxen

Niedergelassene Medizinerinnen und Mediziner beteiligten sich am Mittwoch an einer bundesweiten Protestaktion. Auch Ende November soll noch einmal gestreikt werden.

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Weit verbreitetes Bild in Hessen am Mittwoch: Aus Protest gegen die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit blieben viele Arztpraxen in Hessen zu.

Weit verbreitetes Bild in Hessen am Mittwoch: Aus Protest gegen die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit blieben viele Arztpraxen in Hessen zu.

© picture alliance

Frankfurt/Main. Bei einer bundesweiten Protestaktion gegen geplante Sparmaßnahmen haben auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Hessen am Mittwoch ihre Praxen geschlossen. Zahlen liegen zwar nicht vor, doch „wir haben von vielen Praxen gehört, dass sie mitmachen wollen“, sagte Karl Matthias Roth, Sprecher der KV Hessen, in Frankfurt.

Die Vereinigung sowie auch hessische Haus-, Kinder- und Jugendärzte hatten zu dem Protest im Bundesland aufgerufen. Grund für die bundesweite Aktion sei der derzeitige Kurs der Bundesregierung und der Krankenkassen, so die KV.

Die Ärzte fordern bessere berufliche Rahmenbedingungen und monieren etwa die geplante Streichung der Neupatientenregelung, die Ärzten finanzielle Anreize gibt, neue Patienten aufzunehmen. Zudem bereiten ihnen die Honorarentwicklung, die hohen Energiekosten und die steigende Inflationsrate Sorgen.

Mangelnde Wertschätzung

„Wir beobachten im Moment, dass sehr viel gegen die ambulante Versorgung läuft“, sagte KV-Sprecher Roth. Insgesamt fehle es „massiv“ an Wertschätzung. „Das führt im Moment dazu, dass die Praxen sagen: Es reicht. Wir müssen auch zeigen, dass es so nicht weitergeht.“ Und wenn es so weitergehe, könnten Praxen sich für die Schließung entscheiden und Ärzte vielleicht ihren Ruhestand vorziehen, wodurch Lücken in der Patientenversorgung entstünden.

Der Vorsitzende des Hausärzteverbands Hessen, Armin Beck, hatte vor dem Protesttag gesagt, dass die gewohnte und bewährte ambulante Versorgung „massiv gefährdet“ sei, wenn die Sparpläne von Regierung und Krankenkassen umgesetzt werden.

„Unsere Patientinnen und Patienten müssen wegen der geplanten Leistungskürzungen mit längeren Wartezeiten für Termine rechnen. In ländlichen Gebieten müssen eventuell auch längere Anfahrtswege in Kauf genommen werden.“

Auch in rund einem Monat, am 30. November, wollen Ärzte ihre Praxen schließen. Weitere Aktionen seien geplant, hieß es. (dpa)

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