Praxenstreik

Hessische Ärztekammer: Rotstiftpolitik schadet der ambulanten Versorgung

Die Patientenversorgung sei ernsthaft gefährdet, mahnt der hessische Kammerpräsident Dr. Edgar Pinkowski – und warnt: Die Streichung der Neupatientenregelung schlägt auf Investitionen und Neueinstellungen durch.

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Frankfurt. „Auch in Hessen ist die ambulante Patientenversorgung ernsthaft gefährdet“, mahnt der hessische Ärztekammerpräsident Dr. Edgar Pinkowski. Durch Überlastung, ausufernde Energiekosten und hohe Inflationsraten gerieten sowohl Kliniken als auch Praxen zunehmend an ihre Grenzen. Es drohten Insolvenzen und Schließungen.

„Angesichts der kritischen Lage habe ich dafür Verständnis, dass am 26. Oktober zahlreiche Haus- und Fachärzte der bundesweiten Protestaktion folgen und ihre Praxen schließen“, so Pinkowski.

Die Kolleginnen und Kollegen forderten bessere berufliche Rahmenbedingungen, zugleich machten sie ihrem Ärger über die angekündigte Abschaffung der Neupatientenregelung und die Forderung der gesetzlichen Krankenkassen nach Nullrunden für die Jahre 2023 und 2024 Luft.

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Streichungen gefährden Investitionen

„Wenn die Politik hier trotz der aktuellen massiven Kostensteigerungen im Gesundheitswesenden den Rotstift ansetzt, schadet sie dem ambulanten Bereich damit massiv“, erklärte Pinkowski.

Hinzu komme die geplante Streichung der Neupatientenregelung, ohne die weder Investitionen getätigt noch dringend benötigte Medizinische Fachangestellte neueingestellt, beziehungsweise besser bezahlt werden könnten. Damit müssten sich Patientinnen und Patienten künftig vermutlich nicht nur auf längere Wartezeiten, sondern auch auf Aufnahmestopps einstellen. (eb)

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