Corona-Pandemie

Personalausfälle: Notaufnahme in Neumünster appelliert an Bürger

Die COVID-19-Situation in Neumünster ist so angespannt, dass der Ärztliche Direktor von „einer der prekärsten Situationen seit Beginn der Pandemie, was unsere Patientenversorgung anbelangt“, spricht.

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Neumünster. Bundesweit erleben wir derzeit Lockerungen und sinkende Inzidenzwerte. Gegen diesen allgemeinen Trend führt ein aktuelles Corona-Ausbruchsgeschehen in der Pflege der Zentralen Notaufnahme des Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK) in Neumünster zu einer akuten Verschärfung der Situation. Die Klinik appellierte nun sogar an die Bevölkerung, nur noch in schweren Notfällen zu kommen.

Die Situation in Neumünster ist so angespannt, dass der Ärztliche Direktor PD Dr. Andrea Pace von „einer der prekärsten Situationen seit Beginn der Pandemie, was unsere Patientenversorgung anbelangt“, sprach. „In dieser Situation haben die Lockerungen um uns herum unmittelbar einen gegenteiligen Effekt. Nicht die Hospitalisierungsrate und Inzidenzwerte, sondern die immer weiter steigenden Personalausfälle sind für uns die aktuelle Bedrohung für eine gute Patientenversorgung und erschweren unsere tägliche Arbeit“, sagte Pace.

Das Haus sah sich wegen der angespannten Situation zu einem Appell „an alle Neumünsteraner, die Ressourcen der Zentralen Notaufnahme in den nächsten Tagen nur in dringenden Fällen in Anspruch zu nehmen“, gezwungen.

Von den Personalausfällen betroffen sind laut Klinik insbesondere Mitarbeiter in der Zentralen Notaufnahme, die Pflegedirektor Christian de la Cheaux als „Herzstück unseres Hauses“ bezeichnete. „Wir versuchen aktuell, aus dem gesamten Haus Personal zusammen zu führen, um die Notfälle am Wochenende adäquat versorgen zu können“, so der Pflegedirektor. (di)

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