Niederlassung

Telemedizinanbieter Doktor.de kauft vier Arztsitze in Berlin

Der Telemedizinanbieter Doktor.de geht in die Niederlassung und übernimmt vier Berliner Hausarztpraxen. Dabei werden virtuelle und physische Versorgung verknüpft werden. Junge Ärzte sollen mit attraktiven Arbeitsmodellen gewonnen werden.

Veröffentlicht:

Berlin. Der Telemedizinanbieter Doktor.de geht in die Niederlassung. Laut einer aktuellen Mitteilung übernimmt das Unternehmen vier Hausarztpraxen in den Berliner Stadtteilen Lichtenberg und Hellersdorf. Außerdem sei für 2023 geplant, weitere Praxen zu kaufen und zu gründen.

Doktor.de will damit virtuelle und physische Versorgung verbinden. „Unser Ziel ist es, eine langfristige Arzt-Patientenbindung zu schaffen, medizinisches Personal zu entlasten und die drohende Versorgungslücke zu schließen“, heißt es.

Das Unternehmen will vor allem junge Ärztinnen und Ärzte ansprechen: Home-Office soll für eine bessere Life-Work-Balance sorgen und die telemedizinische Arbeit könne in zentral gelegenen "Digital Hubs" durchgeführt werden. Durch diese hybriden Arbeitsmodelle sollen auch Praxen in unattraktiven Lagen für die Mediziner wieder attraktiv werden.

Die bisherigen Praxisinhaber bleiben laut Doktor.de nach dem Übergang der Praxis mindestens drei Jahre als führende Praxis-Ärzte tätig. Der Telemedizinanbieter will die Praxis dabei unterstützen, sich schrittweise zu digitalisieren und für die Patienten hybride Versorgungswege zu etablieren. (kaha)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Harald Schneider 02.12.202209:22 Uhr

Hat Berlin nicht gerade über 100 unbesetzte Hausarztsitze beklagt? Warum kauft man die nicht? Stattdessen nimmt man besetzte Sitze und ermöglicht den ehemaligen Besitzern einen Übergang ins Altenteil als Angestellte. Und nein, eine Patientenklientel, die sich wirtschaftlich nicht rechnet, wird auch mit Telemedizin nicht lukrativer.

* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Videosprechstunden bieten Ärzten und Patienten mehr Flexibilität.

© KRY

Videosprechstunde

Mit Telemedizin zu neuen Patienten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: DMS Digital Medical Supply Germany GmbH
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
 Shabnam Fahimi-Weber

© Jochen Tack

Einsatz im Kriegsgebiet

Essener HNO-Ärztin hilft Menschen im Iran via Telemedizin

Endoskopische Auffälligkeiten bei der Colitis ulcerosa

© Gastrolab / Science Photo Library

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa