Studienbeginn im September

Wissenschaftler wollen Menschen im Norden auf SARS-CoV-2-Antikörper untersuchen

Wie viele Menschen in Schleswig-Holstein haben schon eine Corona-Infektion durchgemacht? Antworten darauf soll eine Studie bringen. Die Wissenschaftler hoffen auch auf die Hilfe von Pädiatern.

Veröffentlicht:

Lübeck. Wissenschaftler der Universität Lübeck starten im September eine Studie zur Erfassung von abgelaufenen Infektionen und Impftiter in der Bevölkerung Schleswig-Holsteins. Ziel ist es, den Anteil von Personen zu bestimmen, die noch keine Antikörper gegen SARS-CoV-2 gebildet haben. So will man das Risiko für Erkrankungen bei Auftreten weiterer Corona-Infektionswellen besser abschätzen können. Auch künftige Maßnahmen und Handlungsstrategien könnten aus diesen Ergebnissen angepasst werden, heißt es.

Bislang fehlen nach Angaben der Lübecker Universität verlässliche Zahlen darüber, wie viele Menschen unterschiedlichen Alters Antikörper gegen das Virus aufweisen. In der vom Wissenschaftsministerium geförderten SARS-CoV-2 Seroprävalenzstudie Schleswig-Holstein (S4H) werden deshalb in den kommenden Tagen 9.000 Schleswig-Holsteiner zwischen 18 und 85 Jahren in Kiel, Ostholstein und der Westküste nach dem Zufallsprinzip angeschrieben.

Parallel läuft eine Substudie bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und 17 Jahren. Die Wissenschaftler gehen für diese Altersgruppe „von einer viel größeren Dunkelziffer bislang unentdeckter Infektionen“ aus. Kinder und Jugendliche sollen durch Beteiligung von Kinderarztpraxen in Kiel, Eckernförde, Husum und in Ostholstein angesprochen werden. Ergebnisse werden Anfang Oktober erwartet.

Die Studie wird von der Klinik für Infektiologie und Mikrobiologie zusammen mit dem Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie und der Partnerfirma Homed-IQ durchgeführt. (di)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Umgang mit Multimorbidität in der Langzeitpflege

© Viacheslav Yakobchuk / AdobeStock (Symbolbild mit Fotomodellen)

Springer Pflege

Umgang mit Multimorbidität in der Langzeitpflege

COVID-19 in der Langzeitpflege

© Kzenon / stock.adobe.com

Springer Pflege

COVID-19 in der Langzeitpflege

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Dr. Michael Noetel von der Universität Queensland in St. Lucia und sein Team resümieren, dass Sport eine wirksame Behandlung für Depressionen ist, wobei Gehen oder Joggen, Yoga und Krafttraining besser wirken als andere Aktivitäten, insbesondere wenn sie intensiv sind.

© ivanko80 / stock.adobe.com

Metaanalyse

Diese Sportarten können Depressionen lindern