Ausstellung

KI und Kollege Roboter auf dem Seziertisch

Was kann Künstliche Intelligenz leisten und wie viel wollen Menschen davon? Diesen Fragen widmet sich eine neue Ausstellung in Hamburg.

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HAMBURG. Auch Ärzte oder Juristen könnten zukünftig ihre Arbeit verlieren, wenn sie sich weigern, mit Künstlicher Intelligenz (KI) zusammen zu arbeiten. Davon ist Mario Bäumer, Kurator der am Dienstag eröffneten Ausstellung: „Out of Office. Wenn Roboter und KI für uns arbeiten“ überzeugt – obwohl Ärzte die KI mehrheitlich positiv assoziieren.

Die Ausstellung, die sich noch bis zum 19. Mai mit der Zukunft der Arbeit beschäftigt, soll zum Nachdenken anregen: Können uns Roboter und KI das Leben erleichtern? Oder sind sie eine ernst zunehmende Gefahr für die Menschheit?

Ziel der Ausstellung sei es, die Dimension der mit der Digitalisierung der Arbeitswelt verbundenen Veränderungen zu erkunden und den Besuchern eine Orientierung zu geben.

Zu bewundern ist zum Beispiel Paro, eine Roboter-Robbe, die erfolgreich in der Betreuung von Demenzkranken eingesetzt wird. „In Japan gibt es auch schon Roboter, die Menschen beim Sterben begleiten“, erklärt Bäumer.

„Die Frage ist nur: Wollen wir das? Darüber müssen wir dringend eine gesellschaftliche Debatte führen“, so Bäumer weiter.

Schon jetzt gebe es Unternehmen, in denen Bewerbungsgespräche von einem Roboter geführt werden, der mit einem Algorithmus den perfekten Kandidaten auswählt.

„Für mich ist nicht die Frage entscheidend, wie menschlich die Maschinen werden, sondern dass die Menschen nicht immer mehr wie Maschinen werden“, sagte der Kurator im Rahmen der Ausstellungseröffnung.

An einer von elf Stationen schlüpft eine Schauspielerin in Berufe, die unterschiedliche Entwicklungstrends darstellen.

Während Berufe wie Softwareentwicklerin und Mediendesignerin profitierten, werde es Berufe wie Busfahrerin oder Supermarktkassiererin bald nicht mehr geben. Aber auch qualifizierte Berufsgruppen, wie Ärzte oder Juristen, müssten sich in Zukunft umstellen. (dpa/maw)

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