WHO

"Toiletten sind kein Privileg der Reichen!"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist auf die in weiten Teilen der Welt problematische Trink- und Abwassersituation hin.

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Toiletten als Luxusobjekt? Nur ein Viertel der Menschen hat Zugang zu einer Kanalisation.

Toiletten als Luxusobjekt? Nur ein Viertel der Menschen hat Zugang zu einer Kanalisation.

© Mathier/iStock/Thinkstock

GENF. Fast ein Drittel der Weltbevölkerung hat nach einer neuen UN-Studie zu Hause kein zuverlässig sauberes Trinkwasser. Das entspricht 2,1 Milliarden Menschen.

Beim Abwasser ist die Situation noch schlimmer: Nur ein Viertel der Menschen weltweit, 1,9 Milliarden, hat Toiletten mit Anschluss an die Kanalisation und Abwasseraufbereitung, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Kinderhilfswerk Unicef berichten.

Vielerorts fehle selbst in Schulen und Kliniken noch Seife und Wasser zum Händewaschen.

"Sauberes Wasser und Abwasserentsorgung sollten kein Privileg für Reiche und Menschen in Städten sein", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Alle Länder haben die Pflicht dafür zu sorgen, dass jeder Einwohner damit versorgt ist." Verschmutztes Wasser und nicht entsorgte Fäkalien könnten Krankheit und Tod bringen.

Hunderttausende tote Kinder durch Durchfall

Jedes Jahr sterben nach diesen Angaben 361.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfall. Das sei meistens die Folge von verseuchtem Trinkwasser, das Cholera und andere Krankheiten auslösen könne.

Viele der 2,1 Milliarden Menschen hätten zwar Zugang zu sauberem Trinkwasser, müssten dafür aber teils lange Fußmärsche in Kauf nehmen. Andere tränken ungefiltertes Wasser aus Bächen oder Seen.

Rund 844 Millionen Menschen fehlten aber selbst solche oft unsicheren Quellen für Trinkwasser. Weltweit verrichteten fast 900 Millionen Menschen ihr Geschäft noch im Freien. Zu den UN-Entwicklungszielen gehört es, dass bis 2030 alle Menschen sicheres Trinkwasser und eigene Toiletten haben. (dpa)

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