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Der zähe Weg der Digitalisierung in der Medizin

Die letzten Wochen haben die Vorteile digitaler Anwendungen in der Medizin verdeutlicht. Doch an vielen Stellen klemmt es nach wie vor. Die Bundesärztekammer will das ändern. Der Vorsitzende des BÄK-Ausschusses Digitalisierung, Dr. Peter Bobbert, erläutert, woran es noch hakt.

Von Ruth Ney Veröffentlicht: 01.07.2020, 15:28 Uhr
Der zähe Weg der Digitalisierung in der Medizin

PD Dr. Peter Bobbert ist seit 2019 Mitglied im Vorstand der Bundesärztekammer und Vorsitzender des Ausschusses Digitalisierung.

© Lichtschwaermer /BÄK

Allenthalben ist zu hören und zu lesen, dass die Corona-Krise dem deutschen Gesundheitswesen einen Digitalisierungsschub verpasst hat. Tatsächlich scheint in Sachen Videosprechstunde der Dornröschenschlaf in vielen Praxen vorbei zu sein. An anderen Stellen herrscht nach wie vor ein Flickenteppich an digitalen Einzellösungen, scheinen Prozesse des Daten- und Informationsaustauschs zwischen den verschiedenen Bereichen der Medizin – öffentlicher Gesundheitsdienst, Kliniken, Praxen – festgefahren.

Die Bundesärztekammer (BÄK) hat daher einen 12-Punkte-Katalog mit den aus ihrer Sicht wichtigsten Punkten erstellt, an denen die Digitalisierung in der Medizin zeitnah forciert werden muss.

Im Gespräch erläutert Privatdozent Dr. Peter Bobbert vom Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Berlin und einer der Vorsitzenden des BÄK-Ausschusses Digitalisierung, wo er noch Nachholbedarf sieht, wieso der elektronische Arztausweis jetzt unbedingt kommen muss und warum ihm gerade eine einheitliche Plattform, über die sich alle Ärzte austauschen könnten, so wichtig erscheint. (Dauer 14:50 Minuten)
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Kommentare
Dr. Karlheinz Bayer

Es bedarf weder eines 12-Punkte-Plans noch eines Podcasts! Es wäre vernünftige, Herr Bobbert würde uns nicht etwas von sich zu Hören geben, sondern er würde der Basis zuhören. Es käme sicherlich auch ein 12- oder 13- oder ein wieviel-auch-immer-Punkte-Plan zustande, der von Datenschutz über noch mehr Bürokratie bis zur Frage der Sinnhaftigkeit gehen würde.
Brauchen wir, um unsere Patienten sachgerecht zu versorgung wirklich eine Telemedizin oder eine Cyber-Krankmeldung?
Wir haben und wir nutzen sehr viele IT-Ressourcen in den Praxen. Mehr als die meisten von uns tatsächlich verstehen oder gar jemals verstehen werden. Und trotzdem nehmen wir die Anamnese mit den Ohren und den Befund mit den Händen auf. Wir lesen Befundberichte und betrachten Röntgenbilder. Wir operieren mit dem Skalpell und abonnieren als Zugestaändnis an die Computerwelt die Ärztezeitung.
Das reicht doch.


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