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„ÄrzteTag“-Podcast

Von Fußballstadien, Mortalitätsraten und Gesundheitsämtern

Die Republik diskutiert, Großveranstaltungen abzusagen. Und die Amtsärzte fordern eine „Priorisierung“ von Verdachtspatienten. Das Podcast-Update zu SARS-CoV-2 und COVID-19.

Alexander JoppichVon Alexander Joppich und Denis NößlerDenis Nößler Veröffentlicht:
Geschlossene Schule in Brandenburg.

Geschlossene Schule in Brandenburg.

© Paul Zinken/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plädiert dafür, Großveranstaltungen angesichts des Coronavirus abzusagen. Selbst für Veranstaltungen mit weniger als 1000 Besuchern sollte dies geprüft werden.

Nicht nur Fußballfans fragen sich, ob sie am Wochenende noch ins Stadion gehen sollen. Parallel zu der Debatte wurden am Montag die ersten Todesfälle in Deutschland bekannt.

In dieser „ÄrzteTag“-Episode sprechen Alexander Joppich und Denis Nößler von der „Ärzte Zeitung“ über die Verbote von Großveranstaltungen, Mortalitätsraten und warum die Nachverfolgung von Kontaktpersonen zu Erkrankten nur noch wenig bringen könnte. (Dauer: 5:28 Minuten)

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Kommentare
Katrin Bremora 10.03.202008:45 Uhr

Der Aktionismus und die damit in Kauf genommenen wirtschaftlichen Folgen, die zuerst die Arbeitnehmer (also unterer Einkommen und die sog. Mittelschicht) hart treffen werden, wäre nur gerechtfertigt, wenn eine Information vorhanden ist, die nicht veröffentlicht wurde. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber es scheint hier einen missing link zu geben. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn eine Infektion (die egal, wie schwer sie verläuft und mit welcher Wahrscheinlichkeit, unbedingt vermieden werden soll), erst verspätet zB in 3 Jahren töten würde. Wenn es solche Erkenntnisse gäbe, wäre das aber kein natürlich vom Tier auf den Mensch übergesprungenes Virus, sondern eine biologische Waffe. Kein Corona-Virus hat dies bisher getan. Und da ich kein Verschwörungstheoretiker bin, denke ich an das Naheliegendste: Politiker wollen die Wählergunst und nehmen volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe in Kauf. Das ist das Problem jeder Demokratie. Wenn Politiker nur in Zeitabständen von einer Legislatur denken, wird das Volk sich die langfristigen Ziele einfordern müssen, ob bei Klimaschutz oder Risikobetrachtung. Und dann ist Demokratie wieder das beste System, welches existiert.

Gerhard Leinz 09.03.202020:02 Uhr

Irrsinniger Aktionismus??
Leider keine Zahlen zur Kontagiösität.. Der Spiegel hat dankenswerter Weise Zahlen recherchiert: Bei der Karnevalsveranstaltung wurden von 300 Besucher (in einem geschlossenen Raum) zehn angesteckt. Mehr nicht. Für die Ansteckung scheint doch ein näherer Kontakt erforderlich. Die Ansteckungsgefahr und der meist wenig symptomatische Verlauf rechtfertigt wohl kaum die flächendeckende Absage von Großveranstaltungen und die möglicherweise bald herbeigeredeten Hamstereinkäufer. Die Gefahr sich beim Einkaufen anzustecken ist gering. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei Ansteckung ist ebenfalls gering.

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