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„ÄrzteTag“-Podcast

Wie rettet Ihre App Leben, Dr. Müller?

Der Herz-Kreislauf-Stillstand ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland: 50.000 Menschen sind pro Jahr betroffen, die Überlebensrate liegt bei nur 10 Prozent. Dabei könnten viele gerettet werden, wenn rechtzeitig Hilfe kommt. Der Verein „Region der Lebensretter“ hat eine App entwickelt, die Rettungsleitstellen und Ersthelfer intelligent miteinander verknüpft. Vereinsvorsitzende Dr. Michael Müller erläutert im „ÄrzteTag“-Podcast, wie das funktioniert.

Meike Mittmeyer-RiehlVon Meike Mittmeyer-Riehl Veröffentlicht:

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Der Herz-Kreislauf-Stillstand ist einer der zeitkritischsten Notfälle überhaupt: Wer nicht reanimiert wird, stirbt. Wenn der Rettungswagen eintrifft, ist es häufig schon zu spät. Denn entscheidend sind Wiederbelebungsmaßnahmen noch vor Eintreffen des Krankenwagens.

Viele Patienten sterben, obwohl Menschen, die helfen könnten, eigentlich ganz in der Nähe sind. Genau dieses Problem hat der Verein „Region der Lebensretter e.V." angepackt und eine App entwickelt, die Rettungsleitstellen und Ersthelfer intelligent miteinander verbindet. So können bei einem eingehenden Notruf direkt die registrierten Ersthelfer in der Nähe aktiviert werden, um sofort mit der Wiederbelebung zu beginnen.

Für dieses innovative Rettungskonzept ist der Verein „Region der Lebensretter“ mit dem 3. Preis des Springer Charity Awards 2024 geehrt worden.

In 80 Städten und Landkreisen am Start

„Es zählt wirklich jede Sekunde“, sagt Müller, Chefarzt an der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin am St. Josefs Krankenhaus in Freiburg. „Wenn kein Sauerstoff ins Gehirn kommt, treten nach drei bis fünf Minuten die ersten irreversiblen Schäden ein.“

Als Ersthelfer registrieren können sich alle, die eine Mindestqualifikation erfüllen, also etwa in medizinischen Berufen arbeiten, Medizin studieren oder bei Feuerwehr, THW und Polizei regelmäßig ihre Erste-Hilfe-Ausbildung auffrischen.

Gestartet in Freiburg hat sich die „Region der Lebensretter“ mittlerweile auf sieben Bundesländer ausgeweitet. In 80 kreisfreien Städten und Landkreisen ist das System an die dortigen Leitstellen angeschlossen. „Und wir wachsen sehr schnell“, freut sich Müller.

Erklärtes Ziel ist eine flächendeckende Versorgung in Deutschland, doch auf dem Weg dorthin gibt es noch viele Hürden, vor allem finanziell: Auch darüber spricht Dr. Müller im „ÄrzteTag“-Podcast.

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