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Krankenhausnavigator

AOK-Wegweiser jetzt auch zu Prostatakrebs

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POTSDAM. Die AOK hat ihren Krankenhausnavigator um eine Funktion erweitert: Dort wird nun auch über die Qualität von Prostata-Operationen informiert. "Mit 26 Prozent der Neuerkrankungen ist das Prostatakarzinom deutschlandweit bei Männern die häufigste Krebserkrankung", so Dr. Anke-Britt Möhr, Geschäftsführerin Stationäre Versorgung der AOK Nordost.

Der Navigator wolle deshalb den Versicherten helfen, die passende Klinik für die Behandlung von Prostata-Erkrankungen auszuwählen. Die Ergebnisse im Krankenhausnavigator basieren den Angaben zufolge auf der Auswertung von Routinedaten (QSR-Daten), die von Krankenhäusern an die Krankenkassen übermittelt werden.

Für den Klinikvergleich in den neuen Leistungsbereichen hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) bundesweit Daten von fast 60.000 AOK-Versicherten ausgewertet, die 2011 bis 2013 wegen radikaler Prostatektomie oder operativer Behandlung des benignen Prostatasyndroms stationär behandelt wurden.

Allein in Brandenburg zählten dazu 1800 AOK-Versicherte. Insgesamt wurden zum Beispiel in Brandenburg siebzehn Kliniken bewertet. Davon erreichten sieben Krankenhäuser ein überdurchschnittliches Ergebnis. Bei der radikalen Prostatektomie verzeichneten die Brandenburger Krankenhäuser mit 26,4 Prozent eine höhere Komplikationsquote als der bundesweite Durchschnitt von 19,3 Prozent.

Der Krankenhausnavigator enthält mittlerweile Qualitätsbewertungen in acht Diagnosebereichen, etwa zu Blinddarm-Entfernungen, Operationen an Hüft- und Kniegelenken oder der Entfernung der Gallenblase. (juk)

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