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Kommentar zur #MedSafetyWeek

Appell an die Vernunft

Arzneimittel-Nebenwirkungen – das Thema ist alles andere als trivial. Die Kampagne #MedSafetyWeek setzt daher den richtigen Fokus.

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Mit einem Appell an die Vernunft geht heute die #MedSafetyWeek zu Ende. Das Melden von Nebenwirkungen ist wichtig für die Arzneimittelsicherheit – gleiches gilt für Wechselwirkungen verschiedener Medikamente. Dazu haben Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und Paul-Ehrlich-Institut (PEI) im Rahmen der internationalen Kampagne eine Woche lang aufgerufen. Patienten, Angehörige und medizinisches Personal sollen sensibilisiert werden und im Falle eines Verdachts BfArM, PEI und ihren Arzt kontaktieren.

Das Thema ist alles andere als trivial: Steigende Lebenserwartung und die Zunahme von Multimorbidität erhöhen das Risiko von Wechselwirkungen. Hinzu kommt, dass der Pro-Kopf-Arzneiverbrauch ab dem 60. Lebensjahr deutlich zunimmt. Wenn dann noch jede Indikation nur für sich betrachtet wird, werden Wechselwirkungen immer wahrscheinlicher. Multimedikation und Polypharmazie – ein unterschätztes Risiko? In der Tat!

Ein Argument mehr, gerade Hausärzte für dieses Thema fit zu machen. Einige Kassen arbeiten hier schon eng mit Hausärzten zusammen, indem sie entsprechende Software-Tools anbieten. Gut so!

Schreiben Sie dem Autor: vdb@springer.com

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