Erfahrungen aus Praxen einbeziehen

DEGAM fordert: Hausarzt in Corona-Krisenstab aufnehmen

Impfen, boostern, koordinieren: Der neue Corona-Krisenstab im Kanzleramt hat seine Arbeit aufgenommen. Was dort bislang fehle, sei ein Experte der Allgemeinmedizin, kritisiert DEGAM-Chef Professor Martin Scherer.

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Berlin. Der neue Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt ist nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) dringend um hausärztlichen Sachverstand zu ergänzen.

Da nahezu sämtliche Hausärzte – derzeit knapp 98 Prozent – gegen COVID-19 mitimpften, und da Hausärzte aufgrund ihrer „Langzeitbeziehung“ zu den Patienten täglich mit den Pandemiefolgen zu tun hätten, „ist es notwendig, dass ein Experte aus der wissenschaftlichen Allgemeinmedizin in den Krisenstab berufen wird, um die Erfahrungen aus den Praxen und die Ergebnisse allgemeinmedizinischer Versorgungsforschung systematisch miteinzubeziehen“, sagte DEGAM-Präsident Professor Martin Scherer am Freitag.

Hier sei bisher die Chance verpasst worden, Maßnahmen zur Pandemiebewältigung mit der Praxisrealität von Ärzten abzustimmen und eine für Patienten nachvollziehbare Kommunikation zu gestalten, kritisierte der DEGAM-Chef.

30 Millionen Impfungen bis Weihnachten

Beim Bund-Länder-Treffen Ende November hatte Kanzler Olaf Scholz (SPD) erklärt, dass der geplante Krisenstab unter Leitung von General Carsten Breuer auch die Impfungen zur Grundimmunisierung sowie die Boosterimpfungen beschleunigen solle.

Bei der Ministerpräsidentenrunde am Donnerstag hatte Scholz nochmals bekräftigt, bis Weihnachten 30 Millionen solcher Impfungen sicherstellen zu wollen. (hom)

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