Pyschotherapie

FALK-KVen fordern Extrabudget

Die KBV forderte es, die Psychotherapeuten auch - selbst die Politik schien zunächst wohlgesonnen zu sein: Ein Extra-Topf für die Psychotherapie. Das Ministerium hatte sich dagegen ausgesprochen - vier KVen haben die Forderung trotzdem bestärkt.

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Psychotherapie: Ruf nach eigenem Budget.

Psychotherapie: Ruf nach eigenem Budget.

© Klaro

NEU-ISENBURG (bee). Die vier Kassenärztlichen Vereinigungen, die sich unter dem Namen FALK zusammengeschlossen haben, fordern die Kassen auf, die Kosten für den zunehmenden Bedarf an Psychotherapie zu übernehmen.

In einer Mitteilung des Interessenbündnis kritisieren die Vorstände der KV Bayerns, Baden-Württemberg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern, dass Kassen die Mittel für den stetig steigenden Bedarf an psychotherapeutischen Leistungen verweigerten.

"Es kann einfach nicht sein, dass die Krankenkassen ihren Versicherten auch im Bereich der Psychotherapie suggerieren, dass sie alles Notwendige erhalten würden, aber dies nicht bezahlen wollen", erklärten die vier KV-Vorstände.

"Gerade bei den antrags- und genehmigungspflichtigen Leistungen kann es keinen Zweifel geben, dass diese durch die Kassen außerbudgetär zu vergüten sind. Nur so ist ein dauerhafter Unfrieden zwischen Ärzten und Psychotherapeuten letztlich effektiv zu vermeiden", heißt es weiter.

Die FALK-KVen unterstützen damit den Vorstoß der KBV sowie der Deutsche Psychotherapeutenvereinigung. Das Bundesgesundheitsministerium hatte der Forderung später eine klare Absage erteilt.

Da bislang die notwenigen Mittel für extrabudgetäre Leistungen primär aus dem Honorartopf der Fachärzte genommen wird, könnte das Ergebnis sein, dass die medizinischen Leistungen anderer Fachgruppen aus diesem Topf nur noch in begrenztem Umfang bezahlt werden können, befürchten die FALK-KVen.

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