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Irland

Impfstoff in Praxen: Beifall und Kuchen

In größeren Hausarztpraxen funktioniert das Impfen gegen COVID-19 gut, in kleineren hakelt es.

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Dublin. In Irland haben nach anfänglichen Verzögerungen hunderte Hausärzte damit begonnen, Patienten in ihren Praxen gegen COVID-19 zu impfen. Während die Stimmung bei Patienten und Ärzten in größeren Praxen geradezu euphorisch ist, klagen Betreiber kleinerer Primärarztpraxen auf dem Land über Probleme bei der Logistik.

Allein in der zweiten Februarwoche wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Dublin „mehr als 80 .000 Dosen“ Impfstoff an primärärztliche Praxen des irischen Gesundheitswesens ausgeliefert. In einigen Praxen wurde die Ankunft des Impfstoffes mit Klatschen und Kuchen regelrecht gefeiert.

Zentrale Rolle der Hausärzte

Laut Gesundheitsministerium spielen die irischen Hausärzte „eine zentrale Rolle“ im Kampf gegen die Pandemie. Außer in Hausarztpraxen wird in der Republik auch weiterhin in Krankenhäusern und in 37 Impfzentren landesweit vakziniert. Laut Gesundheitsministerium sollen bis spätestens Mitte April alle Patienten, die älter als 70 Jahre sind, zumindest die erste Impfdosis erhalten haben.

Während größere Hausarztpraxen sowohl personell als auch technisch gut vorbereitet sind, täglich hunderte Patienten zu impfen, berichten irische Medien immer wieder über logistische und andere Probleme in kleineren Praxen. Dort scheint man oftmals aufgrund von Personalmangel nicht in der Lage zu sein, zeitnah zu agieren. Das besorgt die Patientenverbände in Irland, die bereits vor einem „Zwei-Klassen-System“ in der Medizin gewarnt haben.

Seniorenfahrdienste fallen aus

Landärzte berichten über das Problem, hochbetagte Patienten zum Impfen in die Praxen zu bekommen. Die von der Regierung versprochenen Impf-Fahrdienste scheinen nicht zu funktionieren.

Positiv merken Ärzteverbände aber an, dass nach anfänglichen erheblichen und „EU-bedingten Verzögerungen“ inzwischen die Auslieferung der Impfstoffe deutlich besser funktioniere. In Irland wurden nach offiziellen Angaben bislang rund 180 .000 Erstimpfungen und rund 92 .000 Zweitimpfungen vorgenommen.Die irische Regierung war in jüngster Zeit immer wieder scharf kritisiert worden, weil die Auslieferung des Impfstoffes in die Kliniken, Impfzentren und Arztpraxen nur sehr zögerlich vonstattenging. (ast)

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