Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Mit zweierlei Maß

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

Auch Krankenkassen schauen auf Patientenbedürfnisse – vor allem dann, wenn es im Wettbewerb Vorteile bringt. Angesichts weit verbreiteter Präferenz für sanfte alternative oder komplementäre Medizin hatte sich vor gut zehn Jahren ein regelrechter Hype um die Akupunktur entwickelt, ohne dass für deren Wirksamkeit eine Evidenz existierte. Mit der GERAC-Studie wurde eine – wenn auch brüchige Basis – geschaffen, Akupunktur für die Indikationen Knie- und Rückenschmerzen in den Regelleistungskatalog aufzunehmen. Eine jetzt bei der Zi-Tagung vorgelegte Studie zeigt: Es ist Ernüchterung eingetreten. Akupunktur ist eine Kann-Leistung, wenn Ärzte die Zeit und Patienten die Geduld haben, bis sich eine Wirkung zeigt. Die Evidenz bleibt umstritten. Für eine durch Zwangsbeiträge finanzierte Leistung ist das dürftig, wenn man bedenkt, welche Maßstäbe in anderen Therapiefeldern – randomisierte klinische Studien – angelegt werden.

Auch mit Blick auf die Dauerkampagne der Krankenkassen und ihres Medizinischen Dienstes gegen individuelle Gesundheitsleistungen, über deren Inanspruchnahme jeder Patient selbst entscheidet und diese auch aus eigener Tasche bezahlt, wird erkennbar, dass zum eigenen Vorteil gern mit zweierlei Maß gemessen wird.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Modell gegen den Ärztemangel

KV Sachsen eröffnet dermatologische Eigenpraxis

Digitalisierung

KI-Chatbots bieten 24/7-Sprechstunde für Patienten

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren