Berufspolitik

NRW will mit Aktionsplan Keime bekämpfen

DÜSSELDORF (acg). Die Gesundheitsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen Barbara Steffens (Bündnis 90/ Die Grünen) will mit einem "Aktionsplan Hygiene" die Zusammenarbeit aller Akteure im Gesundheitswesen im Kampf gegen multiresistente Keime stärken.

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Damit will die Ministerin Patienten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen besser vor Krankheitserregern schützen und die Ausbreitung multiresistenter Keime eindämmen.

"Bislang verfügen wir über keine flächendeckenden Informationen darüber, wie Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen mit multiresistenten Keimen umgehen", sagte Steffens bei der Vorstellung des Aktionsplans in Düsseldorf.

"Indem wir alle Akteure des Gesundheitswesens mit einbeziehen, können wir eine belastbare Datenlage schaffen, den Austausch fördern und so die Infektionsgefahr deutlich verringern."

Der Plan sieht regelmäßige Weiterbildungsangebote für Ärzte und Pfleger, Aufklärung in der Bevölkerung und eine bessere Zusammenarbeit von Einrichtungen der stationären und ambulanten Versorgung vor.

Zum Beispiel sollten Ärzte dazu angehalten werden, weniger Antibiotika zu verschreiben, weil diese auch ins Grundwasser gelangen und zur Entstehung anderer resistenter Krankheitserreger beitragen könnten.

"Wir müssen an der Finanzierung alternativer Behandlungsmethoden arbeiten", sagte Steffens in Düsseldorf. "Das können wir jedoch nicht auf Landesebene tun, hier ist der Bund gefordert."

Zur Umsetzung des Aktionsplans Hygiene will die Landesregierung in diesem Jahr eine Million Euro bereitstellen.

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