Brandenburg

Nonnenmacher will elektive Operationen wieder erlauben

Angesichts leerer Betten und Mitarbeitern, die Überstunden abbauen, sollen Kliniken wieder mehr operieren dürfen.

Veröffentlicht:

Potsdam. Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher will den Krankenhäusern im Land erlauben, wieder mit aufgeschobenen Operationen zu beginnen. Von den 886 Beatmungsbetten im Land seien derzeit über 650 nicht belegt. Lediglich 142 COVID-19-Patienten würden derzeit auf einer Normalstation behandelt, 22 liegen momentan auf einer Intensivstation. Dies sei ein „Tiefstand an stationärer Behandlungsbedürftigkeit“, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Potsdamer Landtags. Mittlerweile würden in Brandenburg Mitarbeiter von Kliniken zum Abbau von Überstunden oder zum Ausgleich von Arbeitszeitkonten nach Hause geschickt.

Eingriffe nach Dringlichkeitsstufen

„Wir empfehlen, die zurückgestellten Operationen wieder hochzufahren“, sagte Nonnemacher. Begonnen werden sollte dort, wo Erkrankungen die Prognose der Patienten beeinträchtigen. Danach sollten Eingriffe vorgenommen werden, die zu einer deutlichen Funktionseinschränkung führen, wenn sie weiter aufgeschoben werden. Schließlich sollten Eingriffe vorgenommen werden, bei denen es ohne Eingriff eine Minderung der Lebensqualität gebe.

„Wir empfehlen aber auch, dass etwa 25 Prozent der Beatmungskapazität der Häuser weiter für COVID-19-Patienten reserviert werden“, sagte Nonnemacher. „Nach den augenblicklichen Datenlagen ist das eine große Sicherheitsmarge.“ (lass)

Mehr zum Thema

Koalitionsvertrag

Sicherstellung der KVen: Der Druck der Politik wächst

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Infusionen bei Long-COVID

Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Impfzentrum der Marke Eigenbau in Peine.

© Dr. Lars Peters

COVID-19-Impfung im früheren Getränkemarkt

Hausarzt richtet Corona-Impfzentrum ein – auf eigene Kosten

IT-Sicherheit in der Praxis: Als „die Atemschutzmaske des Computers“ titulierte der Heidelberger Cyberschutz-Auditor Mark Peters die Firewall.

© Michaela Schneider

Cyberschutz für Arztpraxen

Vom Passwort als Desinfektionsmittel