Westfalen-Lippe

Notfallpraxis für Kinder mit neuem Konzept

Junge Patienten mit Infektionskrankheiten werden zunächst in fünf neuen Containerräumen untersucht. Dort kann auch auf das Coronavirus getestet werden.

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Münster. Die Notfalldienstpraxis für Kinder und Jugendliche in Münster arbeitet künftig zweigleisig. Die am Clemenshospital angesiedelte Praxis der KV Westfalen-Lippe (KVWL) wird durch fünf neue Containerräume ergänzt. Dort werden nur junge Patienten mit Infektionskrankheiten versorgt, inklusive der Möglichkeit einer medizinisch induzierten Testung auf das Coronavirus.

Für die Anlaufstelle wurde ein neues Raum- und Hygienekonzept erarbeitet. Es sieht unter anderem einen separaten Parkplatz für Eltern vor, die ihr infektiöses Kind mit dem Pkw bringen. Kommt es zu Wartezeiten, bleiben die Familien dort und werden per Nachricht auf dem Mobiltelefon zur Behandlung gebeten. Für Familien, die ohne Auto zur Notfallpraxis kommen, gibt es ein eigenes Wartezimmer, in das jeweils ein Kind mit Begleitpersonen kann.

Klinik muss nicht betreten werden

„Auf diese Weise kann eine größtmögliche Trennung zwischen infektiösen Personen erreicht werden, ohne dass die Klinik betreten werden muss“, erläutert Dr. Rudolf Ernst, stellvertretender Leiter der KVWL-Bezirksstelle Münster. Die KVWL überprüft zurzeit bei allen Notfalldienstpraxen, wie sie Patientenströme kanalisieren und infektiöse von nicht-infektiösen Patienten trennen kann. Auch an anderen Standorten sind ausgelagerte Praxisräume eine Option.

Das Konzept für die Praxis in Münster haben die KVWL und das Clemenshospital gemeinsam mit dem Praxisnetz der Kinder- und Jugendärzte Münster erarbeitet. Die KVWL finanziert die Räumlichkeiten, die Klinik stellt die Stellfläche und die Infrastruktur bereit und beteiligt sich an der Ausstattung der Container. (iss)

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