Direkt zum Inhaltsbereich

Bundesrat stimmt zu

Notfallsanitäter erhalten mehr Kompetenzen

Nach dem Bundestag stimmt auch die Länderkammer zu, Notfallsanitätern in bestimmten Situationen mehr Kompetenzen einzuräumen. Beschlossen wurden auch Sonderregelungen für Impfärzte.

Veröffentlicht:
Auch der Bundesrat will mehr Rechtssicherheit für Notfallsanitäter schaffen: Ihnen ist künftig die Ausübung der Heilkunde erlaubt.

Auch der Bundesrat will mehr Rechtssicherheit für Notfallsanitäter schaffen: Ihnen ist künftig die Ausübung der Heilkunde erlaubt.

© benjaminnolte / stock.adobe.com

Berlin. Die Kompetenzen von Notfallsanitätern werden ausgeweitet. Einer entsprechenden Rechtsänderung stimmte zwei Wochen nach dem Bundestag am Freitag auch der Bundesrat zu.

Somit dürfen Notfallsanitäter künftig bereits vor Eintreffen eines Notarztes am Unfallort eigenverantwortlich bestimmte lebenserhaltende Eingriffe an Patienten vornehmen, wenn Lebensgefahr besteht oder gravierende Folgeschäden zu befürchten sind. Das Gesetz gibt den Notfallsanitätern mehr Rechtssicherheit.

Lesen sie auch

Ausbildungsreform für MTA beschlossen

Die Rechtsänderung für die Notfallsanitäter wurde mit dem MTA-Reformgesetz verabschiedet. Mit diesem Gesetz soll eine Ausbildung in medizinischen Assistenzberufen attraktiver werden.

So soll das Schulgeld wegfallen und die Vergütung verbessert werden. Zudem werden die praktischen Ausbildungszeiten erweitert. Mindestqualifikationen von Lehrkräften und Schulleitungen werden bundeseinheitlich geregelt. Die vier Berufe in der Laboratoriumsanalytik, Radiologie, Funktionsdiagnostik und Veterinärmedizin bleiben bestehen. Die Berufsbezeichnung soll künftig „Medizinische Technologin“ und „Medizinischer Technologe“ lauten.

Die Regelungen für Notfallsanitäter treten mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft, die restlichen Regelungen weitgehend zum 1. Januar 2023.

Impfärzte: Vergütung von Sozialversicherungspflicht befreit

In dem Gesetz ist auch geregelt, dass Vergütungen für Ärzte, die sich an Corona-Schutzimpfungen beteiligen, sozialversicherungsfrei bleiben.

Die Länderkammer bittet zudem darum, zu prüfen, ob die Befreiung von der Sozialversicherungspflicht für Impfärzte bereits rückwirkend zum 1. Dezember in Kraft treten kann, damit auch Vorbereitungstätigkeiten durch diese Regelung abgedeckt sind. Bislang ist eine Rückwirkung bis zum 1. Januar 2021 vorgesehen. (chb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Dr. Josef Siebig 12.02.202119:41 Uhr

Überfälliger Schritt, die Kluft zwischen Rechtsnorm und alltäglicher ehrenwerter Rettungseinsätze zu überbrücken. Damit dürfte das Grundeis gegen die Substitution in anderen Bereichen wie der Plege schmelzen.

Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Pflegekräfte als Teil des Schmerzmanagements

© NanSan / stock.adobe [Symbolbild mit Fotomodellen]

Schmerzen erfassen, bewerten und behandeln

Pflegekräfte als Teil des Schmerzmanagements

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Springer Medizin Gala

Preisträger des Springer Medizin Charity Awards feierlich gekürt

Lesetipps
Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2026 in der Kategorie Specialist Care:

© Marc-Steffen Unger

Fortgeschrittenes kleinzelliges Lungenkarzinom

Galenus-Preis 2026: Imdylltra® gewinnt in der Kategorie Specialist Care