Kommentar – Aktion der Hausärzte und BZgA

Organspende im Arztgespräch

Von Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht: 16.10.2018, 16:00 Uhr

Es ist eine kluge Entscheidung, Hausärzte in die Beratung zur Organspende aktiv einzubinden. Fürwahr, das Thema ist in den Hausarztpraxen ohnehin Dauergast. Das belegen die Zahlen: Fast jeder vierte Befragte spricht darüber mit seinem Arzt, hat die BZgA ermittelt.

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutsche Hausärzteverband starten im November daher eine gemeinsame Aktion. Geplant ist, die Praxen mit umfangreichem Informationsmaterial zu Themen wie Hirntod, Gewebespende und Organspendeausweis zu versorgen. Der Bedarf nach mehr Aufklärung ist da, zeigt die Umfrage der BZgA.

Die Aktion kommt denen entgegen, die sich gegen einen harten gesetzlichen Schnitt positionieren, am Ende die doppelte Widerspruchslösung einzuführen.

Dennoch: Es führt kein Weg an einer breit angelegten Diskussion vorbei – auch über die existierende Entscheidungslösung. Der Gesundheitsminister hat klar für die Widerspruchslösung optiert. Es bleibt daher völlig richtig, über die Frage ‚Widerspruchslösung oder Entscheidungslösung?‘ grundsätzlich zu reden – losgelöst vom aktuellen Gesetzesvorhaben zu technischen Fragen wie der Organentnahme.

Lesen Sie dazu auch: Ab November: Hausärzte und BZgA starten Aktion zur Organspende

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