Kommentar – Aktion der Hausärzte und BZgA

Organspende im Arztgespräch

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Es ist eine kluge Entscheidung, Hausärzte in die Beratung zur Organspende aktiv einzubinden. Fürwahr, das Thema ist in den Hausarztpraxen ohnehin Dauergast. Das belegen die Zahlen: Fast jeder vierte Befragte spricht darüber mit seinem Arzt, hat die BZgA ermittelt.

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutsche Hausärzteverband starten im November daher eine gemeinsame Aktion. Geplant ist, die Praxen mit umfangreichem Informationsmaterial zu Themen wie Hirntod, Gewebespende und Organspendeausweis zu versorgen. Der Bedarf nach mehr Aufklärung ist da, zeigt die Umfrage der BZgA.

Die Aktion kommt denen entgegen, die sich gegen einen harten gesetzlichen Schnitt positionieren, am Ende die doppelte Widerspruchslösung einzuführen.

Dennoch: Es führt kein Weg an einer breit angelegten Diskussion vorbei – auch über die existierende Entscheidungslösung. Der Gesundheitsminister hat klar für die Widerspruchslösung optiert. Es bleibt daher völlig richtig, über die Frage ‚Widerspruchslösung oder Entscheidungslösung?‘ grundsätzlich zu reden – losgelöst vom aktuellen Gesetzesvorhaben zu technischen Fragen wie der Organentnahme.

Lesen Sie dazu auch: Ab November: Hausärzte und BZgA starten Aktion zur Organspende

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Beschluss des Bundestags

Lebendorganspende: Gesetzgeber macht Überkreuzspenden möglich

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

S3-Leitlinie Mammakarzinom

Brustkrebs: So viel Sport ist empfehlenswert

Lesetipps