Direkt zum Inhaltsbereich

SZENARIO A

Primärversorgung in großen Zentren

Die medizinische Versorgung wird überwiegend durch so genannte Primärversorgungszentren gesteuert.

Veröffentlicht:

Sie sind die zentrale Anlaufstelle für Patienten, übernehmen die hausärztliche Versorgung und koordinieren die weitere Behandlung durch Fachärzte oder das Krankenhaus.

Sie besitzen die volle Budgetverantwortung für alle eingeschriebenen Patienten und erhalten damit sowohl einen Anreiz als auch die erforderlichen Spielräume, um Versorgung effizient zu gestalten. Die Entscheidung, ob, wann und wie der medizinisch-technische Fortschritt bei den Versicherten eingesetzt wird, liegt in den Händen der Leistungserbringer.

Das sagen Ärzte und andere Fachleute

Primäre Versorgungszentren übernehmen die Budgetverantwortung? Das sehen viele Ärzte äußerst kritisch. Sie haben Vorbehalte mit Blick auf Kapitalgesellschaften als mögliche Träger dieser PVZ. Ärzte befürchten eine Ökonomisierung medizinischer Entscheidungen, und eine "Konzernisierung" des Arztberufs. Sie hinterfragen grundsätzlich, ob sich Primärzentren im Zusammenhang mit einer flächendeckenden Sicherstellung überhaupt für Wettbewerbsstrukturen eignen.

Politisch halten viele Ärzte dieses Szenario für absolut wahrscheinlich. GKV-Vertreter bewerten die Leitidee des Szenarios grundsätzlich positiv. Eine Administration des Leistungsplans durch PVZ sei aber rechtlich nicht möglich und auch nicht erstrebenswert. Klinikträger bewerten das Konzept positiv und halten die Visionen für durchaus realistisch. PKV-Vertreter äußern Zweifel, ob diese Zentren eine bessere Versorgung möglich machen.

Lesen Sie dazu auch: Szenarien für die Medizin im Jahr 2020 Szenarien, Systeme, Entwicklungspfade - wie wird die Gesundheitsversorgung im Jahr 2020 aussehen? SZENARIO B: Basisversorgung plus individuelle Ergänzung SZENARIO C: Ein Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage

Beteiligen Sie sich an der Diskussion zur Studie in unserem Internet-Forum "Delphi-Studie"

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München

Weniger Bürokratie

Wie nützt Digitalisierung?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Muster 16. DiGA-Verordnungen sind als „Gebühr frei“ zu kennzeichnen (1). Im BVG-Feld (2) steht eine „6“, wenn nach Bundesversorgungs- oder -entschädigungsgesetz Anspruch auf die Verordnung besteht. Im Verordnungsfeld (3) darf maximal eine DiGA verordnet werden. Anzugeben sind „Digitale Gesundheitsanwendung“, die PZN und der Name der jeweiligen DiGA [7].  Pfizer Deutschland GmbH

© Pfizer Deutschland GmbH

Chronischer Schmerz: Digitalisierung hält Einzug

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Früherkennung von Bluthochdruck

Hypertonie: Wenn die Smartwatch in falsche Sicherheit wiegt

Kasuistik

Was hat die interstitielle Nephritis ausgelöst?

Lesetipps
Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?

Ein Hautarzt untersucht die Haut mit einem Dermatoskop auf Melanom.

© Iryna&Maya / stock.adobe.com

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen