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Corona-Pandemie

SORMAS ist nicht in allen Gesundheitsämtern die Regel

Von wegen flächendeckend: Aktuell nutzen erst 342 von 375 Gesundheitsämtern die Kontaktnachverfolgungssoftware.

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Berlin. Ende Februar 2021 sollten die Gesundheitsämter im Land mit der Kontaktnachverfolgungssoftware SORMAS ausgestattet sein. Ende Juni klaffen immer noch Lücken im geplanten „Surveillance and Outbreak Response Management System“ in Deutschland. Das geht aus einem Sachstandsbericht zu SORMAS aus dem Bundesgesundheitsministerium hervor, der der „Ärzte Zeitung“ vorliegt.

Stand 21. Juni nutzen demnach 342 von 375 (91 Prozent) Ämtern die Software. Allerdings handelt es sich um eine Basisversion, die die Erfassung, Nachverfolgung und Aktualisierung von Fällen, Kontakten und Ausbrüchen sowie das Ausstellen von Quarantänebescheiden zulässt. Zudem dokumentiert und visualisiert diese Version Infektionsketten, auch geografisch.

Den niedrigsten Umsetzungsstand weist derzeit Sachsen auf, das erst drei von 13 Gesundheitsämtern am Netz hat. Niedersachsen meldet 25 von 43 Ämtern.

10.000 Mitarbeiter im ÖGD geschult

Weniger als 100 Gesundheitsämter dagegen haben bereits Zugriff auf das Update SORMAS X. Das ermöglicht darüber hinaus im Echtzeitbetrieb den automatischen Abruf von Labormeldungen zu COVID über das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS) und verfügt über mehr Schnittstellen. Diese weiteren Optionen, zum Beispiel die Vernetzung aller ärztlichen Dienste im Öffentlichen Gesundheitsdienst, sollen in dieser Woche als Pilotprojekt gestartet werden.

Die Datenschutzbeauftragten von Bund und verschiedenen Ländern hätten dem Einsatz von SORMAS vorläufig zugestimmt, heißt es in dem Papier. Mittlerweile seien mehr als 10 .000 Mitarbeiter im ÖGD auf den neuen Systemen geschult, heißt es in dem Bericht. (af)

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