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Barrierefreiheit

Saarland nimmt Praxen unter die Lupe

Saarlands Sozialminister will Behindertenrechten Geltung verschaffen. Er legt Analysen vor - auch über die Zahl der Praxen im Land, die für Rollstuhlfahrer problemlos zu erreichen sind.

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Barrierefreie Praxis? Das soll jetzt im Saarland untersucht werden.

Barrierefreie Praxis? Das soll jetzt im Saarland untersucht werden.

© Geisser / imago

SAARBRÜCKEN (kud) Das Saarland bringt ein "Bündnis für Inklusion im Gesundheitswesen" auf den Weg. Gleichzeitig kündigte Sozialminister Andreas Storm ein Bündel von Maßnahmen an, um die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen im Land umzusetzen.

Wie der CDU-Politiker sagte, sollen unter dem Leitmotiv "Saarland inklusiv - unser Land für Alle" auf zehn Handlungsfeldern konkrete Umgestaltungsprozesse eingeleitet werden.

Auf den ersten Blick scheint dabei die Situation im ambulanten Gesundheitswesen an der Saar gar nicht so schlecht: Nach Zahlen der KV sind bereits 875 der rund 1445 Praxen für Gehbehinderte zugänglich, 633 seien für Rollstuhlfahrer weitestgehend und fast die Hälfte davon sogar uneingeschränkt barrierefrei.

Allerdings fehlen bisher Detail-Informationen, etwa über fachspezifische oder regionale Unterschiede und Defizite bei der behindertengerechten Ausstattung.

Solche Lücken will Storm nun schließen und unter Einbeziehung der Betroffenen auf freiwilliger Basis für Verbesserungen sorgen.

Dabei ist nach Angaben einer Ministeriumssprecherin beispielsweise auch die Einrichtung spezieller, mobiler Praxen denkbar.

Zunächst soll sich das Kabinett noch im August mit drei Papieren befassen: dem UN-Aktionsplan, dem Landesplan für Menschen mit Behinderungen und dem Bericht zur Umsetzung des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes.

Dann ist im September eine Auftaktveranstaltung für das Bündnis für Inklusion geplant. Im Oktober soll das spezielle Bündnis für das Gesundheitswesen starten. An Runden Tischen sollen konkrete Vereinbarungen getroffen werden.

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