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So wird Großbritanniens COVID-Schutz zur Farce

Vorgeschriebene Corona-Tests bei der Einreise, die aber nicht ausgeliefert werden – das ist bizarr, dürfte Premier Johnson aber durchaus passen.

Arndt StrieglerVon Arndt Striegler Veröffentlicht:

In Sachen COVID-19-Bekämpfung hat sich Großbritannien wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Mehr Tote als in den meisten anderen vergleichbaren westlichen Ländern. Noch immer enorm hohe Infektionszahlen von rund 40.000 Neuinfektionen täglich. Und eine Regierung, die offenbar statt langfristig zu planen, eher ad hoc entscheidet, oft unter Missachtung wissenschaftlicher Ratschläge.

Gerade zu Wochenbeginn wurde im Königreich ein neuer Experten-Report vorgelegt, in dem all die Versäumnisse nachzulesen sind. Und die Lektüre lohnt sich, macht sie doch klar, dass Deutschland – trotz sicherlich einiger Fehler – im Großen und Ganzen die Pandemie besser unter Kontrolle gebracht hat als der Inselstaat.

Da passen neue Erkenntnisse nur zu gut ins Bild, dass vorgebuchte und teure COVID-Tests, die von fast allen nach Großbritannien Einreisenden verlangt werden, offenbar systematisch nie ausgeliefert wurden. Stattdessen kassieren die Testanbieter – viele davon mit direkten Verbindungen zu Mitgliedern der Regierung Johnson – Millionen. Ohne dafür etwas zu liefern.

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So wird der Schutz der öffentlichen Gesundheit vor COVID-19 zur Farce! Allein die Tatsache ist bizarr, dass zum Beispiel ein deutscher Tourist oder Geschäftsreisender, der nach Großbritannien fliegt, wo die 7-Tage-Inzidenz bei aktuell mehr als 340 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt, per se als „Gefahr“ für die öffentliche Gesundheit im Königreich angesehen wird.

Aber es dürfte der auf Abschottung von der EU bedachten Regierung Johnson nur allzu gelegen kommen, ausländische Einreisende in Bausch und Bogen als potenzielle Virenüberträger darzustellen. Würde es der Regierung tatsächlich um den Schutz der eigenen Bevölkerung gehen, dann würden die Tests verschickt werden.

Schreiben Sie dem Autor: gp@springer.com

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Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 13.10.202114:31 Uhr

Großbritannien ist eines der am schlimmsten von Sars-CoV-2/COVID-19 betroffenen Länder Europas mit fast 138.000 Coronatodesfällen. Viele europäische Regierungen hatten bereits seit Anfang 2020 ihre Grenzen abgeriegelt bzw. Lockdowns erlassen. Premier Boris Johnson konnte sich erst Ende März 2020 dazu durchringen. Kurz darauf landete er selbst mit einer Coronainfektion auf der Intensivstation, zahlreiche seiner Kabinettskollegen und Berater infizierten sich. Kontrollierte „Durchseuchung“ der Bevölkerung als Herdenimmunität war der abartige Plan.
Das Herauszögern des Lockdowns zu Beginn der Pandemie in 2020 war laut Parlamentsbericht „eines der größten Versäumnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit“ in der Geschichte von GB steht in der Untersuchung. Dieser „falsche“ Ansatz der Regierung habe Menschenle­ben gekostet.
Auch US-Präsident Donald Trump hat einer Analyse zufolge wie kein zweiter zur Verbreitung von Falschinformationen über das Coronavirus SARS-CoV-2 beigetragen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der US-Universität Cornell nach der Auswertung von 38 Millionen englischsprachigen Medienartikeln aus aller Welt.
Der Berater von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Pandemie, der Virologe Anthony Fauci, hat einen Bericht bestätigt, wonach die USA zu spät auf die Krise reagierten. Es hätten Leben gerettet werden können, wenn öffentliche Einrichtungen früher geschlossen worden wären, sagte Fauci dem Sender CNN.

Beide Apologeten einer völlig unlogisch-parawissenschaftlichen Anti-Coronapandemie-Politik sind seit ihren eigenen, klinisch relevanten COVID-19-Erkrankungen im Sinne möglicher Post-Covid-Syndrome mit cerebralen Folgeschäden noch unberechenbarer sprunghafter und willkürlicher geworden.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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