Kinderkrankenpflege

Verbände sind gegen einheitliche Ausbildung

Kinder- und Jugendmediziner warnen vor Wegfall des Schwerpunkts in der Erstausbildung.

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MÜNCHEN. Um die Pflegequalität in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu sichern, haben der Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland (BeKD) und die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) gefordert, den Schwerpunkt Gesundheits- und Kinderkrankenpflege in der pflegerischen Erstausbildung zu erhalten.

Nach dem Arbeitsentwurf der Bundesregierung sollen die bisher getrennten Berufsausbildungen Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einer Ausbildung zusammengelegt werden und in die einheitliche Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau/Pflegefachmann" münden.

Nach Ansicht von DGKJ-Präsident Professor Ertan Mayatepek werde dies "Verlust von Qualität und Kompetenz" in der Kinderkrankenpflege nach sich ziehen. Dies habe sich in der Schweiz nach Einführung der generalisierten Ausbildung gezeigt.

Bis zur Vorlage eines Referentenentwurfs bietet aus Sicht des BeKD der Arbeitsentwurf noch "viel Gestaltungsspielraum" für Änderungen, erklärte BeKD-Vorsitzende Franke Leupold bei der "37. Tagung der Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen" in München.

So müsse in der künftigen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sichergestellt werden, dass bei Tätigkeiten in der Kinderkrankenpflege mit dem Ausbildungsabschluss auch die "spezifischen beruflichen Kompetenzen in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege" nachgewiesen werden.

Um dies fachlich zu untermauern, hat der BeKD ein Grundlagenpapier für die curriculare Ausgestaltung in der theoretischen Ausbildung in der "Gesundheits- und Kinderkrankenpflege erarbeitet. Ein Grundlagenpapier zu praktischen Ausbildung soll folgen. (ras)

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