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DGKiM-Jahrestagung

Wie kann Kinderschutz in der Region funktionieren?

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin in Heide diskutiert unter anderem Schutzkonzepte gegen sexuelle Übergriffe und Missbrauch in medizinischen Einrichtungen.

Veröffentlicht:

Heide. Rund 200 Online-Teilnehmer erwartet die Deutsche Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM) für ihre Jahrestagung, die am 20. und 21. Mai von den Westküstenkliniken (WKK) Heide ausgerichtet wird.

Ein Themenschwerpunkt des Kongresses wird der Kinderschutz in ländlichen Regionen sein und die Frage, wie gute Kinderschutzarbeit auch außerhalb großer Ballungszentren gestaltet werden kann.

Auch die flächendeckende Implementierung von Schutzkonzepten gegen sexuelle Übergriffe und Missbrauch gegenüber Kindern und Jugendlichen in medizinischen Einrichtungen wird in Heide diskutiert.

Zu den weiteren Themen zählen neue Wege und Entwicklungen im Kinderschutz, die Auswirkung der COVID-19-Pandemie auf das Kindeswohl und die Kinderschutzarbeit und der Kinderschutz bei Kindern und Jugendlichen mit chronischer Erkrankung und Behinderung.

Flächendeckende Strukturen für Kinderschutz zu schaffen

„Unser Ziel muss sein, flächendeckend Strukturen für den Kinderschutz zu schaffen und alle rund 360 Kinderkliniken einzubinden“, sagte der Vorsitzende der DGKim, Dr. Bernd Herrmann, in einer Vorab-Pressekonferenz zum Kongress.

Bislang sei dies erst in rund der Hälfte der Kliniken gelungen. Herrmann unterstrich auch die gesellschaftliche Relevanz der Bemühungen um mehr Kinderschutz: „Neben der Verhinderung eines hohen Ausmaßes an individuellem Leid, kann effektiver Kinderschutz Kosten in Milliardenhöhe verhindern, die durch die Folgen von Kindeswohlgefährdung und Misshandlung entstehen.“

Tagungspräsident in Heide ist der Co-Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am WKK, Dr. Thorsten Wygold. Der Pädiater leitet die Medizinische Kinderschutzambulanz vor Ort und ist auch Vorstandsmitglied der DGKiM.

Die DGKiM ist die nationale medizinische Fachgesellschaft aller Mitarbeitenden des Gesundheitswesens, die im Kinderschutz aktiv sind. Neben Ärzten aus der Kinderheilkunde, Kinderchirurgie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Rechtsmedizin und öffentlichem Gesundheitswesen zählen auch Experten aus den Bereichen Pflege, Kliniksozialarbeit und Psychologie dazu. (di)

Anmeldemöglichkeit zur online-Veranstaltung unter www.kinderschutzkongress-2022.de

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