Ärzte planen ihr eigenes Ärztezentrum

In Pirmasens soll ein neues Medizinisches Zentrum gebaut werden. Bevor die Bank den Kredit bewilligt, müssen aber 3000 Quadratmeter vermietet sein.

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Der Urologe Dr. Horst Brenneis und seine Frau Silvia wollen nächstes Jahr mit der Praxis in das neue Zentrum in Pirmasens einziehen.

Der Urologe Dr. Horst Brenneis und seine Frau Silvia wollen nächstes Jahr mit der Praxis in das neue Zentrum in Pirmasens einziehen.

© Axel Motzenbäcker

PIRMASENS (mm). Für sechs Millionen Euro wollen niedergelassene Ärzte in Pirmasens in Eigenregie ein Medizinisches Zentrum aufbauen. Ein Grundstück in der Innenstadt ist bereits gekauft, die Zustimmung der Stadt liegt ebenfalls vor. "Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten im Stadtzentrum beginnen", kündigt Medi-Arzt Frank Fasco an. Der Einzug der Ärzte ist für den Sommer 2011 geplant.

Das Projekt steht für alle Fachgruppen offen

Bislang ist Orthopäde Fasco der einzige Gesellschafter der Medizinische Zentrum Messegalerie (MZM) GmbH & Co. KG. "Es musste einer vorangehen und den ersten Schritt wagen", erzählt der stellvertretende Vorsitzende von Medi Südwest. Seit drei Jahren plant er das Projekt. "Es geht darum, die ärztliche Versorgung der eher strukturschwachen Region von Pirmasens zu sichern", bestätigt auch Urologe Dr. Horst Brenneis, der mit seiner Praxis ebenfalls ins neue Gebäude einziehen will.

Grundsätzlich stehe das Projekt für alle Fachgruppen offen, macht Fasco deutlich. Der Pirmasenser hat schon viele Verhandlungsgespräche geführt - unter anderem mit Pädiatern, Gynäkologen, HNO-Ärzten, Augenärzten, Internisten, Kardiologen, Gastroenterologen, Dermatologen, Neurologen, Chirurgen und Radiologen. "Je mehr Fachrichtungen kooperieren, desto unabhängiger können wir arbeiten", sagt er.

Die ersten Mieter stehen fest, berichtet Fasco. Vier Ärzte, eine Apotheke und ein Sanitätshaus sollen 2000 Quadratmeter im Zentrum einnehmen. Doch es müssen mehr werden, soll sich das Projekt tragen. Erst wenn 3000 Quadratmeter vermittelt sind, ist auch die Deutsche Apotheker- und Ärztebank bereit, Kredite für die Investitionskosten von mindestens sechs Millionen Euro bereit zu stellen. In den nächsten Monaten will Fasco dieses Ziel erreichen.

Das Zentrum will sich allein durch Ärzte finanzieren

Finanziert werden soll das Medizinische Zentrum, das sich an die Idee des ersten Ärztehauses in Stuttgart- Zuffenhausen anlehnt, allein durch Ärzte. Es werde bundesweit Modellcharakter einnehmen, sind die Initiatoren sicher. Ob die Mediziner als Mieter ins Ärztehaus kommen oder als Mitinvestoren einsteigen möchten, bleibt jedem einzelnen Arzt überlassen.

Ein Architekturbüro vor Ort plant den Neuaufbau. "Wir sind sehr flexibel, sowohl bei den Grundrissen als auch bei der Höhe des Gebäudes. Wenn die Nachfrage groß ist, können wir auch ein drittes Stockwerk bauen", berichtet Klaus-Dieter Sorg, der Geschäftsführer der von Fasco ebenfalls gegründeten Entwicklungsgesellschaft.

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