Medienbericht

Biontech-Gründer Sahin erwartet bis Herbst Ende der Lockdown-Politik

Wie lange wird die Pandemie uns noch im Griff haben. Am Wochenende wagte BioNTech-Gründer Ugur Sahin eine Prognose: Es könnte Herbst werden.

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Berlin. Der Gründer des Mainzer Pharmaunternehmens BioNTech Ugur Sahin rechnet im Herbst mit einem Ende der Lockdown-Politik. „In vielen Ländern in Europa und in den USA, werden wir wahrscheinlich Ende des Sommers in der Situation sein, nicht mehr in einen Lockdown zu müssen“, sagte Sahin der „Welt am Sonntag“.

„Es wird natürlich weiterhin lokale Aufbrüche geben, das wird ein Hintergrundrauschen bleiben. Es wird Mutationen geben. Aber diese werden mit großer Wahrscheinlichkeit keinen Schrecken verbreiten“, erwartet der Unternehmer.

Das Virus werde aber nicht verschwinden, glaubt Sahin. „Ob man jedes Jahr oder alle fünf Jahre eine Impfung braucht, das müssen wir sehen.“ Auf die Frage, ob es irgendwann auch Selbstimpfungen gebe, meinte der Unternehmer, das müsse nicht notwendig sein. Wenn man die Hausärzte und das medizinische Personal einbinde, wäre es kein Problem, 80 Millionen Menschen jedes Jahr einmal zu impfen.

Die Impfung durch medizinisches Personal diene auch der Beobachtung einer möglichen allergischen Reaktion, die – wenn auch selten – auftreten könne.

Der Corona-Impfstoff von BioNTech und seines Partners Pfizer war der erste, der in der EU zugelassen war. Inzwischen kamen die Zulassungen der Vakzine von Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson hinzu. Die Auslieferung des Präparats von Johnson & Johnson wird Mitte April erwartet.

Am Freitag hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem Forscher- und Unternehmerehepaar Özlem Türeci und Ugur Sahin das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. (dpa)

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