Kommentar

Eine überfällige Entscheidung

Philipp Grätzel von GrätzVon Philipp Grätzel von Grätz Veröffentlicht:

Die Spitzenverbände der Selbstverwaltung haben sich zumindest in Ansätzen auf einen neuen Rahmen für die elektronische Gesundheitskarte geeinigt. Das Konzept, wonach Ärzte und Krankenkassen sehr viel stärker als bisher für die jeweils eigenen Anwendungen verantwortlich zeichnen, geht in die richtige Richtung.

In den vergangenen Jahren wurde in der Gesellschafterversammlung der gematik oft verantwortungslos Klientelpolitik betrieben. Das wird jetzt schwieriger. Unmöglich wird es aber nicht, und der Beschluss, einen Schlichter einzuführen, trägt diesem Umstand Rechnung. Viel wird jetzt davon abhängen, welche Befugnisse der Schlichter am Ende tatsächlich bekommt. Er muss im Zweifel entscheiden dürfen, sonst macht es keinen Sinn.

Im europäischen Vergleich hat Deutschland seine Vorreiterrolle in der Gesundheits-IT mittlerweile eingebüßt. Schweden, Norwegen, Dänemark, Spanien, selbst Teile von Italien sind Deutschland in Sachen elektronischer Vernetzung des Gesundheitswesens mittlerweile um Meilen voraus. Das ist nicht nur für die Volkswirtschaft schlecht, sondern auch für die Patienten.

Auch deswegen ist die Einigung auf neue Entscheidungswege in Sachen eGK so wichtig.

Lesen Sie dazu auch: Einigung auf neue Organisation zur E-Card conhIT 2010: Mehr Aussteller und Kooperation mit dem Chirurgenkongress

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Finanzierung der Telematikinfrastruktur

Streit um TI-Pauschale: KBV zieht Eilantrag zurück

Lesetipps
Mehrkosten für die Entbudgetierung der hausärztlichen Versorgung seien Investition in den Erhalt der Praxen, betont Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. 

© Michael Kappeler / dpa

Kabinett winkt GVSG durch

Lauterbach macht Hausarztpraxen Mut: „Jede Leistung wird bezahlt“

Brücke zwischen zwei Steilklippen. Auf der Brücke stehen zwei Menschen.

© Usman / stock.adobe.com

Aktuelle Forschung

Antikörper – die Verkuppler der Krebsmedizin

Heiße Nächte können nicht nur nervig sein. Sie gehen auch mit einem höheren Risiko für Schlaganfälle einher, so das Ergebnis einer Studie aus München und Augsburg.

© samuel / stock.adobe.com

Studie mit Daten zu 11.000 Schlaganfällen

Tropische Nächte sind offenbar ein Risikofaktor für Schlaganfälle