"Ort sucht Arzt"

Gemeinden suchen Hausärzte per Online-Portal

Die Konkurrenz um Hausärzte ist hart: Vor allem ländliche Gemeinden müssen sich etwas einfallen lassen. Immer mehr Orte suchen Allgemeinmediziner per Internet – und das schon in mehreren Bundesländern.

Veröffentlicht:
Einige Gemeinden gehen mittlerweile für die Anwerbung von Hausärzten ins Internet.

Einige Gemeinden gehen mittlerweile für die Anwerbung von Hausärzten ins Internet.

© momius / fotolia.com

MÜNCHEN. Für Gemeinden auf Arztsuche gibt es in Bayern ein Online-Portal. Das Angebot unter dem Titel "Gemeinde sucht Hausarzt" ist mit 200 bis 400 Aufrufen pro Monat gut besucht, wie der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) auf Anfrage mitteilte.

Der BHÄV startete es schon im April 2014. Das Portal sei kostenfrei und einfach zu nutzen. Kurzformular herunterladen, ausfüllen, per E-Mail an den BHÄV senden – fertig ist die Suchanzeige.

Derzeit stellen sich 15 Gemeinden mit aktuellen Gesuchen vor, darunter Coburg, Feuchtwangen und Westheim. Großenteils handelt es sich um kleine, ländliche Orte mit wenigen tausend Einwohnern.

Zum Teil KBV-Förderung möglich

In vielen Fällen dürfte daher eine Niederlassungsförderung durch das Bayerische Gesundheitsministerium möglich sein. Je nach festgestellter Versorgungslage könnte es zudem eine KVB-Förderung geben.

Wie die Ausschreibungen zeigen, bieten die Kommunen den Ärzten oft zusätzliche Unterstützung oder Vergünstigungen an. Das betrifft etwa Raumsuche, Renovierungen sowie die Suche nach Praxismitarbeitern. Gerade für Allgemeinmediziner, die sich eine Niederlassung auf dem Land vorstellen können, dürfte sich der Blick ins Portal also lohnen.

Es erweitert das klassische Format der "Praxisbörse", in der Ärzte unmittelbar nach Nachfolgern suchen. Suchportale für Gemeinden gibt es auch in anderen Regionen und Bundesländern.

Portale auch in anderen Bundesländern

Der Hausärzteverband Baden-Württemberg etwa führt in der "Praxisbörse" auf seinen Webseiten sowohl Praxisangebote von Ärzten als auch Suchanfragen von Gemeinden.

Derzeit stellen sich dort 19 Kommunen mit ihrem Angebot vor.In Rheinland-Pfalz ist es die KV, die unter dem Titel "Ort sucht Arzt" eine aktuelle Auflistung führt. Darin sind großenteils Ausschreibungen für Allgemeinärzte zu finden, jedoch auch einige Angebote für Fachärzte.

Bundesweit hat sich inzwischen so manche Gemeinde schon dazu entschieden, ihr dringendes Arztgesuch direkt in der eigenen Webpräsenz zu veröffentlichen. Aktuelle Beispiele sind Frankenheim in Thüringen, Schonach im Schwarzwald sowie Wenholtshausen im Sauerland. (cmb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

© Paolese / stock.adobe.com (Model mit Symbolcharakter)

Neuer Therapieansatz bei erektiler Dysfunktion

Leitliniengerechte Therapie mit DiGA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Kranus Health GmbH, München

Weniger Bürokratie

Wie nützt Digitalisierung?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Muster 16. DiGA-Verordnungen sind als „Gebühr frei“ zu kennzeichnen (1). Im BVG-Feld (2) steht eine „6“, wenn nach Bundesversorgungs- oder -entschädigungsgesetz Anspruch auf die Verordnung besteht. Im Verordnungsfeld (3) darf maximal eine DiGA verordnet werden. Anzugeben sind „Digitale Gesundheitsanwendung“, die PZN und der Name der jeweiligen DiGA [7].  Pfizer Deutschland GmbH

© Pfizer Deutschland GmbH

Chronischer Schmerz: Digitalisierung hält Einzug

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Brustkrebs Symbolbild

© Sebastian Kaulitzki / stock.adobe.com

Risikoadaptiert und individualisiert behandeln

Frühes Mammakarzinom: So optimieren Sie die Therapie

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Eine Ärztin spricht mit einer Patientin.

© Siphosethu F / peopleimages.com / Stock.adobe.com

Krebsprävention durch Kommunikation

Zu Krebs halten sich Mythen und Irrtümer hartnäckig – Aufklärung tut not

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Drei Operateure in einem Operationssaal.

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Krebskongress

Tumorchirurgie: Geschlecht zählt auf beiden Seiten des Skalpells

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe