DKOU

Gesundheitsdaten: Auf die Interoperabilität kommt es an

Gesundheitsdaten versprechen viel Potenzial für die Versorgung – wenn sie effizient und effektiv genutzt werden können. Knackpunkt ist hier die Interoperabilität, mahnt eine MedTech-Managerin beim DKOU.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:
Gesundheitsdaten sind Treibstoff für Innovationen digitaler Health-Technologien.

Gesundheitsdaten sind Treibstoff für Innovationen digitaler Health-Technologien.

© Elnur / stock.adobe.com

Berlin. Beim Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) in Berlin hat die Vorstandsvorsitzende des Melsunger Medizintechnikunternehmens B. Braun, Anna Maria Braun, die Werbetrommel für einen „einheitlichen Datenraum in Deutschland und Europa“ gerührt.

Gemeint ist der von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angestoßene und bis 2025 zu realisierenden Europäische Gesundheitsdatenraum (European Health Data Space/EHDS).

Mit dem EHDS ist das Brüsseler Versprechen verbunden, persönliche Gesundheitsdaten innerhalb der EU zum Beispiel mittels einer elektronischen Patientenakte (ePA) portabel zu machen, um unter anderem in einem anderen Mitgliedstaat eine Behandlung in Anspruch zu nehmen. Aber auch um die wissenschaftliche und teils kommerzielle Nutzung der gewonnenen, anonymisierten Daten.

Dies soll alles unter der Einhaltung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und unter der Gewährleistung der Interoperabilität der verschiedenen Systeme gewährleistet werden.

Kluges Datenmanagement im Fokus

„Wir müssen viel mehr auf effiziente digitale Technologien setzen. Ein europäischer Datenraum erfordert auch ein gewisses Maß an Standardisierung, um Daten klug nutzen zu können und echten Nutzen für Anwender und Patienten zu schaffen“, mahnte Braun auf der DKOU-Session „Innovation versus Regulation in Orthopädie und Unfallchirurgie – Verliert Deutschland seine internationale Spitzenposition?“, die vom Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) organisiert wurde.

Braun plädiert somit für stringente Steuerung bei der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens, nachdem die Corona-Pandemie dort den Digitalisierungsrausch ausgelöst hat. Braun hat beim Werben für die Interoperabilität auch das internationale Umfeld im Blick. „Wir müssen die Daten für die Medizin besser nutzbar machen, sonst werden uns Amerika und China abhängen“, warnte sie in Berlin. Sie betonte dabei die große Bedeutung eines intensiven Austauschs der Unternehmen mit den Ärzten.

„Lösungen können nur gemeinsam entwickelt werden. Dazu gehört eine Offenheit für digitale Technologien“, ergänzte Braun. Sie plädierte für „mehr Mut zur Transparenz, die digitale Technologien mit sich bringt“. Deutschland stehe insgesamt vor tiefgreifenden gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen.

Lesen sie auch
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Langjähriger Verbandschef meldet sich zurück

Werner Baumgärtner will bei Neuwahl des MEDI-Vorstands mitreden

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hepatisches Risiko erhöht

Schlank und MASLD – das macht der Leber schwer zu schaffen

Lesetipps
Eine Person im CT.

© oksanazahray / stock.adobe.com

Risikoadaptiertes Vorgehen

Lungenkrebs-Screening: Nach Rauchstopp erst später ins CT?

Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!