Westfalen-Lippe

Hausärzte testen E-Rezept mit DocMorris

Westfalen-Lippe mausert sich zum Vorreiter der Digitalisierung: Hier laufen gleichzeitig Pilotprojekte zum elektronische Medikationsplan, digitalen Notfalldatensatz und E-Rezept.

Von Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht: 24.10.2019, 14:06 Uhr
Hausärzte testen E-Rezept mit DocMorris

© peart / stock.adobe.com

Köln. In Westfalen-Lippe machen Hausärzte und Apotheker die Probe aufs Exempel. Sie testen, ob das elektronische Rezept alltagstauglich ist. „Wir wollen sehen, ob das Konzept in der Praxis mit möglichst wenig Aufwand umsetzbar ist“, so Anke Richter-Scheer, Vorsitzende des Hausärzteverbands Westfalen-Lippe.

In Westfalen-Lippe läuft demnächst ein Pilotprojekt des Deutschen Hausärzteverbands und der Versandapotheke DocMorris zur digitalen Rezept-Übermittlung an das Pilotprojekt des Deutschen Hausärzteverbands und der Versandapotheke DocMorris zur digitalen Rezept-Übermittlung. Zunächst nehmen nur einige wenige Ärzte und Apotheker teil, berichtet Richter-Scheer. „Es geht im ersten Schritt darum, die technischen Abläufe zu prüfen.“ Die Ärzte geben den teilnahmebereiten Patienten statt des Papierrezepts einen QR-Rezeptcode, den sie bei DocMorris oder einer Apotheke vor Ort einlösen können.

Es müsse sich zeigen, ob Ärzte und Apotheker das E-Rezept ohne große Schwierigkeiten in ihre Arbeitsabläufe einbauen können und ob die Belange des Datenschutzes gewahrt bleiben. Eine entscheidende Frage sei auch, ob und wie die Patienten mit der Neuerung klar kommen. „Außerdem geht es darum, Fehlerquellen aufzuspüren, die in der Konzeptphase nicht aufgefallen sind“, sagt die Hausärztin. Für die Erprobung sind Teilnehmer aus dem städtischen und ländlichen Raum ausgewählt worden.

Wir wollen sehen, ob das Konzept in der Praxis mit möglichst wenig Aufwand umsetzbar ist.

Anke Richter-Scheer,

Vorsitzende des Hausärzteverbands Westfalen-Lippe

Die Pilotphase werde zeigen, ob das E-Rezept funktioniert. „Wenn es nicht klappt, müssen wir sehen, was man anders machen kann“, so Richter-Scheer. Läuft alles wie erhofft, soll in einem zweiten Schritt ein Prüfmodul zur Arzneimitteltherapiesicherheit in die digitale Verordnung integriert werden. Für den Hausärzteverband sei es wichtig, bei Projekten wie dem E-Rezept gestaltend mitzuwirken, betont die Landesverbandsvorsitzende Richter-Scheer. Viele digitale Entwicklungen krankten daran, dass hausärztliche Erfahrung nicht frühzeitig mit eingebunden gewesen sei.

Die Erprobung des E-Rezepts durch DocMorris und den Hausärzteverband hat nichts damit zu tun, dass in Westfalen-Lippe demnächst auch der elektronische Medikationsplan und der Notfalldatensatz als Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte getestet werden sollen. Warum ist die Wahl auf Westfalen-Lippe als Pilotregion gefallen? „Weil wir ein sehr innovativer Verband sind“, betont Richter-Scheer. „Außerdem bin ich chronisch neugierig.“

Lesen Sie dazu auch
Mehr zum Thema

Diabetes

Messgerät im Kompaktformat

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Krankenkassen halten Beitragssätze stabil

Zusatzbeiträge 2020

Krankenkassen halten Beitragssätze stabil

Bei Akne leidet oft auch die Psyche

Häufiges Duo

Bei Akne leidet oft auch die Psyche

Wo Syphilis besonders oft auftritt

Deutschland

Wo Syphilis besonders oft auftritt

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden