Kommentar zum E-Rezept

Das virtuelle Ärztehaus

Die Versandapotheke Doc Morris kooperiert in einem Piloten für das E-Rezept mit dem Hausärzteverband. Ein kluger Schachzug.

Von Hauke GerlofHauke Gerlof Veröffentlicht:

Wenn es nach Minister Spahn geht, soll das E-Rezept 2020 scharf geschaltet werden. Die Versandapotheke Doc Morris handelt insofern clever, sich in die derzeit laufenden E-Rezept-Piloten aktiv einzuklinken.

Damit baut das Unternehmen zum einen Know-how auf. Zum anderen schadet es natürlich nicht, möglichst nah an den Ärzten zu sein, die viel verordnen.

Darum der Hausärzteverband als Kooperationspartner – und vorher schon die Fachärzte über den SpiFa. Was für stationäre Apotheken recht ist – nämlich sich bevorzugt im Erdgeschoss eines Ärztehauses anzusiedeln – das kann für einen Versandhändler in viel größerem Maßstab billig sein: der Aufbau eines virtuellen Ärztehauses, in dem die Patienten ihre Rezepte direkt zur angeschlossenen Apotheke tragen.

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Die stationären Apotheken werden sich in Zukunft warm anziehen müssen.

Schreiben Sie dem Autor: hauke.gerlof@springer.com

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